Das Nomen: Genus, Artikel, Plural
يتعلّم التلميذ في هذا الدرس (الاسم: الجنس والأداة والجمع) الأجناس الثلاثة للاسم الألماني وأدوات التعريف والتنكير والنفي، وقواعد معرفة الجنس من اللواحق، وأنواع الجمع، وجنس الأسماء المركّبة، وتصريف الأسماء الضعيفة (n-Deklination).
يتكوّن الدرس من 5 أجزاء: 1. Drei Genera und die Artikel، 2. Das Genus erkennen: Endungen und Bedeutungen، 3. Der Plural: die Pluraltypen، 4. Komposita: das Genus der zusammengesetzten Nomen، 5. Die n-Deklination.
1. Drei Genera und die Artikel
Jedes Nomen hat ein Genus
Im Deutschen hat jedes Nomen (auch: Substantiv) ein grammatisches Geschlecht, das Genus. Es gibt drei Genera: Maskulinum, Femininum und Neutrum. Im Plural gibt es nur einen Artikel für alle drei Genera.
| Genus | bestimmter Artikel | unbestimmter Artikel | negativer Artikel | Beispiel | |---|---|---|---|---| | Maskulinum (m) | der | ein | kein | der Tisch, ein Tisch, kein Tisch | | Femininum (f) | die | eine | keine | die Lampe, eine Lampe, keine Lampe | | Neutrum (n) | das | ein | kein | das Buch, ein Buch, kein Buch | | Plural (Pl.) | die | – | keine | die Bücher, Bücher, keine Bücher |
Nomen schreibt man im Deutschen immer groß: *der Baum, die Freiheit, das Lesen*.
Grammatisches und natürliches Geschlecht
Bei Personen passt das Genus meistens zum natürlichen Geschlecht: *der Mann, der Vater, der Lehrer* – *die Frau, die Mutter, die Lehrerin*. Bei Sachen gibt es dagegen oft keine Logik: *der Tisch, die Tür, das Fenster*. Manchmal passt das Genus sogar nicht zum natürlichen Geschlecht:
- *das Mädchen* ist ein Neutrum (wegen der Endung -chen).
- *das Kind* ist ein Neutrum (für Jungen und Mädchen).
- *die Person* ist ein Femininum (auch für einen Mann).
Übersetzen Sie das Genus nie aus dem Französischen: *la voiture* heißt auf Deutsch *das Auto*, *le soleil* heißt *die Sonne*, *la mer* heißt *das Meer*.
Der bestimmte Artikel: der, die, das
Man benutzt ihn, wenn die Sache bekannt oder einmalig ist:
> *Die Sonne scheint.* – *Der Lehrer erklärt die Regel.* – *Das Buch auf dem Tisch gehört mir.*
Der unbestimmte Artikel: ein, eine
Man benutzt ihn, wenn man eine Sache zum ersten Mal nennt oder wenn sie nicht genau bestimmt ist. Im Plural gibt es keinen unbestimmten Artikel:
> *Ich sehe ein Haus. Das Haus ist sehr alt.* – *Im Park spielen Kinder.*
Der negative Artikel: kein, keine
kein verneint ein Nomen mit unbestimmtem Artikel oder ein Nomen ohne Artikel. nicht verneint ein Nomen mit bestimmtem Artikel:
> *Hast du ein Wörterbuch? – Nein, ich habe kein Wörterbuch.* > *Wir brauchen Brot. → Wir brauchen kein Brot.* > *Er ist Arzt. → Er ist kein Arzt.* > *Das ist nicht der Bus nach Oran.*
Nomen ohne Artikel
Oft steht kein Artikel:
- bei Berufen und Nationalitäten nach *sein* und *werden*: *Sie ist Ärztin. Mein Bruder wird Ingenieur. Er ist Algerier.*
- bei Stoffen und unbestimmten Mengen: *Ich trinke Wasser. Wir kaufen Obst.*
- bei Namen von Personen und Städten und bei den meisten Ländern: *Karim wohnt in Algier. Algerien liegt in Nordafrika.*
Achtung: Einige Länder haben einen Artikel: *die Schweiz, die Türkei, der Irak, die USA* (Plural). Man sagt also *in der Schweiz*, aber *in Deutschland*.
Ein erster Blick auf den Akkusativ
Im Akkusativ ändert sich nur der Artikel im Maskulinum: *der → den, ein → einen, kein → keinen*. Femininum, Neutrum und Plural bleiben gleich. Mehr dazu lernen Sie in der Lektion über die vier Fälle.
| Genus | Nominativ | Akkusativ | |---|---|---| | m | der / ein / kein Bruder | den / einen / keinen Bruder | | f | die / eine / keine Schwester | die / eine / keine Schwester | | n | das / ein / kein Kind | das / ein / kein Kind | | Pl. | die / – / keine Kinder | die / – / keine Kinder |
> *Ich habe einen Bruder und eine Schwester.* – *Wir haben keinen Garten.* – *Ich trinke keinen Kaffee.*
Das Pronomen folgt dem Genus
Das Personalpronomen richtet sich nach dem Genus des Nomens: Maskulinum → er, Femininum → sie, Neutrum → es.
> *Der Computer ist neu. Er ist sehr schnell.* (nicht: *es*) > *Die Tür ist offen. Sie ist aus Holz.* > *Das Haus ist groß. Es hat zehn Zimmer.*
Achtung – typische Fehler
- falsch: *das Computer* – richtig: **der** Computer
- falsch: *Ich habe ein Bruder.* – richtig: *Ich habe einen Bruder.*
- falsch: *Ich habe nicht ein Auto.* – richtig: *Ich habe kein Auto.*
- falsch: *der tisch* – richtig: *der Tisch* (Nomen immer groß!)
Lerntipp
Lernen Sie jedes Nomen immer mit Artikel und Plural: *der Tag, die Tage – die Stadt, die Städte – das Kind, die Kinder*. Schreiben Sie die Nomen im Heft in drei Farben: blau für der, rot für die, grün für das.
2. Das Genus erkennen: Endungen und Bedeutungen
Regeln für das Genus
Das Genus vieler Nomen muss man auswendig lernen. Aber es gibt sichere Endungen und Bedeutungsgruppen, die sehr helfen. Die Endung steht am Ende des Wortes, deshalb gilt die Regel auch für lange Wörter: *die Umweltverschmutzung* ist feminin wegen -ung.
Feminin: die
| Endung | Beispiele | |---|---| | -ung | die Zeitung, die Wohnung, die Meinung, die Umweltverschmutzung | | -heit | die Freiheit, die Gesundheit, die Kindheit, die Krankheit | | -keit | die Möglichkeit, die Schwierigkeit, die Sauberkeit, die Arbeitslosigkeit | | -schaft | die Freundschaft, die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Landschaft | | -ion | die Nation, die Information, die Religion, die Region | | -tät | die Universität, die Qualität, die Realität, die Elektrizität | | -ei | die Bäckerei, die Polizei, die Türkei | | -ie | die Industrie, die Energie, die Familie, die Biologie | | -ik | die Musik, die Technik, die Politik, die Fabrik | | -ur | die Natur, die Kultur, die Literatur | | -in (Frauen) | die Lehrerin, die Ärztin, die Schülerin, die Algerierin |
Die Endungen -ung, -heit, -keit, -schaft und -tät sind ganz sicher: Diese Nomen sind immer feminin.
-heit oder -keit? Nach Adjektiven auf -ig, -lich, -bar, -sam und meist auf -el, -er steht -keit: *möglich → die Möglichkeit, schwierig → die Schwierigkeit, dankbar → die Dankbarkeit, einsam → die Einsamkeit, sauber → die Sauberkeit*. Nach den meisten anderen Wörtern steht -heit: *frei → die Freiheit, gesund → die Gesundheit, krank → die Krankheit, schön → die Schönheit, das Kind → die Kindheit*. Manche Adjektive bekommen -igkeit: *schnell → die Schnelligkeit, süß → die Süßigkeit, arbeitslos → die Arbeitslosigkeit*.
Nomen auf -e sind sehr oft feminin: *die Schule, die Straße, die Sprache, die Reise, die Sonne, die Erde*. Aber es gibt Ausnahmen: *der Junge, der Kollege, der Name, der Käse, das Auge, das Ende, das Interesse*.
Maskulin: der
| Endung oder Gruppe | Beispiele | |---|---| | -er (Personen und Geräte aus Verben) | der Lehrer, der Arbeiter, der Fahrer, der Computer, der Drucker | | -ling | der Frühling, der Lehrling, der Flüchtling | | -ismus | der Tourismus, der Optimismus, der Journalismus | | -ist | der Journalist, der Polizist, der Tourist | | -ent, -ant (Personen) | der Student, der Präsident, der Praktikant | | -or | der Motor, der Autor, der Professor | | -ig | der König, der Honig, der Käfig | | Tage, Monate, Jahreszeiten | der Montag, der Januar, der Sommer, der Winter | | Himmelsrichtungen | der Norden, der Süden, der Osten, der Westen | | Wetter | der Regen, der Wind, der Schnee, der Sturm |
Neutral: das
| Endung oder Gruppe | Beispiele | |---|---| | -chen, -lein (Verkleinerung) | das Mädchen, das Brötchen, das Kätzchen, das Büchlein | | -um (Fremdwörter) | das Zentrum, das Museum, das Studium, das Datum | | -ment (Sachen) | das Dokument, das Parlament, das Instrument, das Medikament | | -ma | das Thema, das Klima, das Drama | | -nis (oft) | das Ergebnis, das Zeugnis, das Erlebnis | | Infinitive als Nomen | das Lesen, das Schwimmen, das Essen, das Leben | | Ge- (oft) | das Gebäude, das Gebirge, das Gespräch, das Geschenk | | Metalle | das Gold, das Silber, das Eisen |
Die Endungen -chen und -lein sind ganz sicher: Das Nomen ist immer neutral, auch wenn das Grundwort maskulin oder feminin ist: *die Katze → das Kätzchen, die Stadt → das Städtchen, der Baum → das Bäumchen*. Der Vokal bekommt dabei oft einen Umlaut.
Beispielsätze
- *Die Freundschaft zwischen den Völkern ist wichtig.*
- *Die Arbeitslosigkeit ist ein großes Problem für die Jugend.*
- *Im Frühling besuchen viele Touristen das Museum.*
- *Der Journalist schreibt einen Artikel über die Umweltverschmutzung.*
- *Das Ergebnis der Prüfung ist sehr gut.*
- *Die Universität hat eine neue Bibliothek.*
Achtung – Ausnahmen
- -er ist nicht immer maskulin: *die Mutter, die Tochter, das Fenster, das Zimmer, das Wasser*. Die Regel gilt nur für Personen und Geräte, die von einem Verb kommen (*lehren → der Lehrer, drucken → der Drucker*).
- *das Abitur* ist neutral, obwohl es auf -ur endet.
- *das Stadion* ist neutral, obwohl es auf -ion endet.
- *die Firma* ist feminin, obwohl sie auf -ma endet.
- *das Labor* ist neutral, obwohl es auf -or endet.
- *die Erlaubnis, die Kenntnis* sind feminin, obwohl sie auf -nis enden.
- Ge- hat viele Ausnahmen: *der Gedanke, die Geschichte, die Gefahr*.
- Ein Wort, zwei Genera: *der See* (zum Beispiel der Bodensee) – *die See* (das Meer, zum Beispiel die Nordsee).
3. Der Plural: die Pluraltypen
Wie bildet man den Plural?
Der bestimmte Artikel im Plural ist für alle Genera die: *der Tag → die Tage, die Frau → die Frauen, das Kind → die Kinder*. Die Pluralendung muss man mit dem Nomen lernen, aber es gibt klare Tendenzen. Im Wörterbuch steht der Plural meistens so: *Baum, der, ¨-e* (das heißt: *die Bäume*).
Die Pluraltypen im Überblick
| Typ | Endung | Beispiele | |---|---|---| | 1 | -e | der Tag → die Tage, der Freund → die Freunde, das Jahr → die Jahre, das Problem → die Probleme | | 2 | ¨-e | der Baum → die Bäume, die Stadt → die Städte, der Sohn → die Söhne, die Hand → die Hände | | 3 | -er / ¨-er | das Kind → die Kinder, das Bild → die Bilder, das Buch → die Bücher, der Mann → die Männer | | 4 | -n / -en | die Schule → die Schulen, die Frau → die Frauen, die Zeitung → die Zeitungen, der Student → die Studenten | | 5 | -s | das Auto → die Autos, das Hotel → die Hotels, das Foto → die Fotos, das Handy → die Handys | | 6 | – / ¨ | der Lehrer → die Lehrer, das Zimmer → die Zimmer, der Vater → die Väter, die Mutter → die Mütter |
Typ 1 und 2: -e und ¨-e
Viele maskuline Nomen bilden den Plural mit -e, oft mit Umlaut:
- ohne Umlaut: *der Brief → die Briefe, der Monat → die Monate, der Beruf → die Berufe, das Heft → die Hefte*
- mit Umlaut: *der Zug → die Züge, der Platz → die Plätze, der Fluss → die Flüsse, der Strand → die Strände*
- einige feminine Nomen: *die Nacht → die Nächte, die Wand → die Wände, die Maus → die Mäuse*
Typ 3: -er und ¨-er
Viele neutrale Nomen mit einer Silbe. Die Vokale a, o, u und au bekommen hier immer einen Umlaut:
- *das Haus → die Häuser, das Land → die Länder, das Dorf → die Dörfer, das Wort → die Wörter*
- *das Lied → die Lieder, das Ei → die Eier, das Feld → die Felder*
- einige maskuline Nomen: *der Wald → die Wälder, der Mann → die Männer*
Typ 4: -n und -en
Fast alle femininen Nomen bilden den Plural mit -(e)n, und zwar ohne Umlaut:
- auf -e nur **-n**: *die Straße → die Straßen, die Sprache → die Sprachen, die Reise → die Reisen*
- auf -ung, -heit, -keit, -schaft, -ion, -tät: *die Wohnung → die Wohnungen, die Möglichkeit → die Möglichkeiten, die Nation → die Nationen, die Universität → die Universitäten*
- auf -el und -er: *die Regel → die Regeln, die Schwester → die Schwestern*
- auf -in mit **-nen**: *die Lehrerin → die Lehrerinnen, die Ärztin → die Ärztinnen*
- auch die maskulinen Nomen der n-Deklination: *der Junge → die Jungen, der Mensch → die Menschen*
- einige neutrale Nomen: *das Auge → die Augen, das Ende → die Enden, das Ohr → die Ohren*
Typ 5: -s
Wörter aus dem Englischen oder Französischen und Wörter auf -a, -i, -o, -u: *das Kino → die Kinos, das Radio → die Radios, das Büro → die Büros, das Taxi → die Taxis, die Oma → die Omas, der Park → die Parks, das Café → die Cafés*. Man schreibt den Plural nie mit Apostroph: *die Autos*.
Typ 6: keine Endung, manchmal Umlaut
Maskuline und neutrale Nomen auf -er, -el, -en und alle Nomen auf -chen und -lein:
- ohne Umlaut: *der Lehrer → die Lehrer, der Computer → die Computer, das Fenster → die Fenster, der Wagen → die Wagen*
- mit Umlaut: *der Bruder → die Brüder, der Garten → die Gärten, der Apfel → die Äpfel, der Vogel → die Vögel*
- nur zwei feminine Nomen: *die Mutter → die Mütter, die Tochter → die Töchter*
- *das Mädchen → die Mädchen, das Brötchen → die Brötchen*
Besondere Fälle
- Fremdwörter auf -um und -a: *das Museum → die Museen, das Zentrum → die Zentren, das Datum → die Daten, das Thema → die Themen, die Firma → die Firmen*
- nur im Plural: *die Eltern, die Leute, die Ferien, die Geschwister*
- meistens nur im Singular: *die Milch, das Obst, das Wetter, der Hunger*
- Plural ohne Artikel: *ein Buch → Bücher*; Negation: *kein Buch → keine Bücher*
Dativ Plural: -n
Im Dativ Plural bekommt das Nomen ein -n, wenn der Plural nicht schon auf -n oder -s endet:
> *Ich spreche mit den Kindern.* – *Er hilft seinen Freunden.* – *Wir wandern in den Bergen.* > aber: *mit den Frauen, mit den Autos*
Beispielsätze
- *Die Städte in Algerien wachsen schnell.*
- *In der Bibliothek gibt es viele Bücher und Zeitungen.*
- *Die Studenten besuchen die Museen in Berlin.*
- *Meine Brüder haben zwei Autos.*
- *Die Lehrerinnen korrigieren die Hefte.*
Achtung – typische Fehler
- falsch: *die Kinds* – richtig: **die Kinder**
- falsch: *die Lehrerins* oder *die Lehrerinen* – richtig: **die Lehrerinnen**
- falsch: *die Stadte* – richtig: **die Städte** (den Umlaut nicht vergessen!)
- falsch: *die Lehrers* – richtig: **die Lehrer**
- falsch: *Die Probleme ist groß.* – richtig: *Die Probleme sind groß.* (Das Verb steht auch im Plural.)
4. Komposita: das Genus der zusammengesetzten Nomen
Was ist ein Kompositum?
Im Deutschen kann man zwei oder mehr Wörter zu einem neuen Nomen verbinden. Das nennt man ein Kompositum (Plural: die Komposita). Komposita sind in den BAC-Texten sehr häufig: *der Umweltschutz, die Sonnenenergie, der Arbeitsplatz, das Atomkraftwerk*.
Bestimmungswort und Grundwort
Ein Kompositum hat zwei Teile:
- das **Bestimmungswort** (vorne): Es beschreibt das Grundwort genauer.
- das **Grundwort** (hinten): Es sagt, was die Sache eigentlich ist.
> *die Haustür* = eine Tür von einem Haus > *die Sonnenenergie* = Energie von der Sonne > *das Wörterbuch* = ein Buch mit Wörtern
Die wichtigste Regel: Das Grundwort bestimmt das Genus
Das letzte Wort bestimmt das Genus und den Plural des ganzen Kompositums. Das Bestimmungswort spielt dafür keine Rolle:
| Bestimmungswort | Grundwort | Kompositum | Plural | |---|---|---|---| | die Umwelt | der Schutz | der Umweltschutz | – | | das Haus | die Tür | die Haustür | die Haustüren | | die Hand | der Schuh | der Handschuh | die Handschuhe | | die Bahn | der Hof | der Bahnhof | die Bahnhöfe | | die Kraft | das Werk | das Kraftwerk | die Kraftwerke | | groß | die Stadt | die Großstadt | die Großstädte | | schreiben | der Tisch | der Schreibtisch | die Schreibtische | | das Atom + die Kraft | das Werk | das Atomkraftwerk | die Atomkraftwerke |
Das Bestimmungswort kann also ein Nomen, ein Adjektiv (*groß*) oder ein Verb (*schreiben*) sein, aber das Grundwort ist immer ein Nomen.
Fugenelemente
Zwischen den beiden Teilen steht manchmal ein Verbindungslaut, das Fugenelement (auch: Fugenzeichen):
| Fugenelement | Beispiele | |---|---| | -s- | die Arbeit + der Platz → der Arbeitsplatz; die Wohnung + die Tür → die Wohnungstür | | -es- | der Tag + die Zeitung → die Tageszeitung; der Bund + das Land → das Bundesland | | -n- / -en- | die Sonne + die Energie → die Sonnenenergie; der Student + das Heim → das Studentenheim | | -er- | das Kind + das Zimmer → das Kinderzimmer; das Wort + das Buch → das Wörterbuch | | -e- | der Hund + die Hütte → die Hundehütte; lesen + das Buch → das Lesebuch | | ohne | die Umwelt + der Schutz → der Umweltschutz; das Haus + die Aufgabe → die Hausaufgabe |
Zwei nützliche Regeln:
- Nach **-ung, -heit, -keit, -schaft, -ion, -tät** und **-ling** steht fast immer ein **-s-**: *der Zeitungsartikel, der Gesundheitszustand, das Kommunikationsmittel, die Universitätsstadt, der Frühlingsanfang*.
- Bei Verben fällt die Endung **-en** weg: *schreiben → der Schreibtisch, waschen → die Waschmaschine, wohnen → das Wohnzimmer* (manchmal bleibt ein -e-: *lesen → das Lesebuch*). Bei femininen Nomen auf -e fällt das -e oft weg: *die Schule → das Schulbuch, die Sprache → der Sprachkurs, die Erde → das Erdbeben*.
Komposita aus den BAC-Themen
- **Umwelt:** *die Umweltverschmutzung, der Klimawandel, die Mülltrennung, das Altpapier, die Sonnenenergie*
- **Technik und Medien:** *der Fortschritt, das Fernsehprogramm, die Tageszeitung, das Kommunikationsmittel*
- **Arbeitswelt:** *der Arbeitsplatz, die Berufsausbildung, das Vorstellungsgespräch, die Jugendarbeitslosigkeit*
Beispielsätze
- *Der Umweltschutz ist eine Aufgabe für alle Menschen.*
- *Deutschland hat im April 2023 seine letzten Atomkraftwerke abgeschaltet.*
- *Algerien hat sehr viel Sonne, deshalb hat die Sonnenenergie dort eine große Zukunft.*
- *Ich suche das Wort im Wörterbuch.*
- *Die Jugendarbeitslosigkeit ist in vielen Ländern ein großes Problem.*
Achtung – typische Fehler
- falsch: *die Umweltschutz* (wegen *die Umwelt*) – richtig: **der** Umweltschutz
- falsch: *das Haustür* (wegen *das Haus*) – richtig: **die** Haustür
- falsch: *die Häusertüren* – richtig: *die Haustüren* (nur das Grundwort steht im Plural)
- Komposita schreibt man **zusammen** und nur mit **einem** großen Buchstaben am Anfang: *die Sonnenenergie* (nicht: *die Sonnen Energie*, nicht: *die SonnenEnergie*).
5. Die n-Deklination
Was ist die n-Deklination?
Die meisten Nomen ändern sich in den Fällen nur wenig: Im Genitiv Singular bekommen maskuline und neutrale Nomen ein -s oder -es (*des Vaters, des Buches*), und im Dativ Plural bekommen die Nomen ein -n (*den Kindern*). Eine kleine Gruppe von maskulinen Nomen bekommt aber in allen Fällen außer dem Nominativ Singular die Endung -n oder -en. Diese Gruppe heißt n-Deklination (auch: schwache Deklination).
| Fall | Singular | Plural | |---|---|---| | Nominativ | der Student | die Studenten | | Akkusativ | den Studenten | die Studenten | | Dativ | dem Studenten | den Studenten | | Genitiv | des Studenten | der Studenten |
Vergleich mit einem normalen Nomen
| Fall | n-Deklination | normales Nomen | |---|---|---| | Nominativ | der Junge | der Lehrer | | Akkusativ | den Jungen | den Lehrer | | Dativ | dem Jungen | dem Lehrer | | Genitiv | des Jungen | des Lehrers |
Welche Nomen gehören dazu?
Alle Nomen der n-Deklination sind maskulin. Die meisten bezeichnen Personen oder Tiere.
- Maskuline Nomen auf **-e** für Personen und Tiere: *der Junge, der Kollege, der Kunde, der Neffe, der Zeuge, der Experte, der Biologe, der Franzose, der Türke, der Löwe, der Affe, der Hase*
- Maskuline Fremdwörter für Personen (und einige Tiere) auf **-ent, -ant, -ist, -at, -graf, -soph**: *der Student, der Präsident, der Patient, der Praktikant, der Elefant, der Journalist, der Polizist, der Tourist, der Soldat, der Kandidat, der Fotograf, der Philosoph*
- Einige andere Nomen: *der Mensch, der Herr, der Nachbar, der Bauer, der Held, der Prinz, der Bär*
Bei *der Herr* ist der Singular *den Herrn, dem Herrn, des Herrn*, der Plural aber *die Herren*.
Sonderfälle: Genitiv auf -ns
Einige Nomen haben im Genitiv -ns: *der Name → des Namens, der Gedanke → des Gedankens, der Buchstabe → des Buchstabens, der Glaube → des Glaubens*. In den anderen Fällen gehen sie wie die n-Deklination: *den Namen, dem Namen*.
Auch das Neutrum das Herz ist besonders: *das Herz* (Nominativ und Akkusativ), *dem Herzen*, *des Herzens*.
Beispielsätze
- *Der Lehrer fragt den Studenten.* (Akkusativ)
- *Ich gebe dem Jungen ein Buch.* (Dativ)
- *Das ist das Fahrrad meines Kollegen.* (Genitiv)
- *Die Journalisten interviewen den Präsidenten.*
- *Der Arzt hilft dem Patienten.*
- *Kennen Sie den Namen des Touristen?*
- *Im Zoo sehen wir einen Elefanten und einen Löwen.*
- *Wir haben einen netten Nachbarn.*
- *Die Rechte des Menschen müssen respektiert werden.*
Im Wörterbuch erkennen
Im Wörterbuch steht bei der n-Deklination: *Student, der; -en, -en* (Genitiv auf -en, Plural auf -en). Bei einem normalen Nomen steht: *Lehrer, der; -s, -* (Genitiv auf -s, Plural ohne Endung).
Achtung – typische Fehler
- falsch: *Ich kenne den Student.* – richtig: *Ich kenne den Studenten.*
- falsch: *das Buch des Students* – richtig: *das Buch des Studenten*
- falsch: *mit dem Mensch* – richtig: *mit dem Menschen*
- Im Nominativ Singular steht **kein** -n: falsch: *Der Studenten kommt.* – richtig: *Der Student kommt.*
- Nicht jedes maskuline Nomen auf -e gehört dazu: *der Käse → des Käses* (keine Person, kein Tier).
- Feminine Nomen gehören nie dazu, neutrale fast nie (Ausnahme: *das Herz*): *mit der Lampe, mit dem Kind* (kein -n im Singular).
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