Der technische Fortschritt
درس محور «التقدم التقني» (Der technische Fortschritt): ثلاثة نصوص قراءة على نمط البكالوريا عن مزايا التقدم وأضراره، وعن الحاسوب، وعن حياة الناس سنة 3000، مع المخترعين، والمفردات، ومنهجية مقال «مع وضد».
يتكوّن الدرس من 6 أجزاء: 1. Lesetext: Der technische Fortschritt – Vorteile und Nachteile، 2. Lesetext: Der Computer – eine technische Revolution، 3. Lesetext: Wie werden die Menschen im Jahr 3000 leben?، 4. Landeskunde: Erfinder und Erfindungen، 5. Wortschatz: der technische Fortschritt، 6. Zum Schreiben: Pro und Contra – der Meinungsaufsatz.
1. Lesetext: Der technische Fortschritt – Vorteile und Nachteile
Lesetext: Der technische Fortschritt
Seit Jahrtausenden erfindet der Mensch Werkzeuge und Maschinen, um sich das Leben leichter zu machen. Um 1450 entwickelte Johannes Gutenberg in Mainz den Buchdruck mit beweglichen Buchstaben. Von da an konnte man Bücher schnell und billig herstellen, und das Wissen verbreitete sich in ganz Europa. 1886 bauten Carl Benz und Gottlieb Daimler unabhängig voneinander die ersten Autos mit Benzinmotor. Später veränderten die Elektrizität, das Telefon und das Flugzeug den Alltag der Menschen.
Auch die Medizin hat große Fortschritte gemacht. Dank neuer Medikamente und moderner Geräte kann man heute viele gefährliche Krankheiten heilen. Die Menschen leben deshalb länger und gesünder als früher. In der Industrie arbeiten Maschinen schneller und genauer als der Mensch. Roboter erledigen oft schwere und gefährliche Arbeiten.
Aber der technische Fortschritt hat auch eine andere Seite. Fabriken und Autos verschmutzen die Luft und das Wasser. Maschinen ersetzen viele Arbeiter, deshalb steigt in manchen Ländern die Zahl der Arbeitslosen. Außerdem benutzt der Mensch die Technik nicht nur für friedliche Zwecke: Moderne Waffen können ganze Städte zerstören.
Dazu kommt ein weiteres Problem: Nicht alle Länder profitieren gleich vom Fortschritt. Während viele Menschen in den reichen Ländern im Luxus leben, fehlen in armen Regionen noch Strom, sauberes Wasser und Krankenhäuser.
Ist der Fortschritt also gut oder schlecht? Die Technik selbst ist weder gut noch böse. Es kommt darauf an, wie der Mensch sie benutzt. Wissenschaftler, Politiker und jeder Einzelne tragen Verantwortung dafür, dass der Fortschritt allen Menschen dient und die Umwelt nicht zerstört.
Wörterliste
| Wort | Französisch | Erklärung | |---|---|---| | der Fortschritt, -e | le progrès | die Entwicklung zu etwas Besserem | | der Buchdruck | l'imprimerie | das Drucken von Büchern mit einer Maschine | | sich verbreiten | se répandre | an viele Orte kommen | | heilen | guérir | wieder gesund machen | | ersetzen | remplacer | den Platz von jemandem einnehmen | | der Zweck, -e | le but | das Ziel | | profitieren von + Dativ | profiter de | einen Nutzen von etwas haben | | die Verantwortung | la responsabilité | die Pflicht, für etwas zu sorgen |
Aufgaben im Stil des Abiturs
I. Textverständnis
1. Fragen zum Text
- a) Was hat Johannes Gutenberg um 1450 entwickelt, und was war die Folge?
- b) Welche Vorteile bringt der Fortschritt in der Medizin?
- c) Nennen Sie zwei Nachteile des technischen Fortschritts.
- d) Erklären Sie den folgenden Satz: «Die Technik selbst ist weder gut noch böse.»
2. Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.
- a) Mit dem Buchdruck wurden die Bücher teurer.
- b) Heute leben die Menschen länger als früher.
- c) Alle Länder profitieren gleich vom Fortschritt.
- d) Maschinen arbeiten genauer als der Mensch.
3. Geben Sie dem Text einen anderen Titel.
4. Kombinieren Sie.
| Links | Rechts | |---|---| | a) Gutenberg | 1. die ersten Autos mit Benzinmotor | | b) Benz und Daimler | 2. neue Medikamente und moderne Geräte | | c) die Medizin | 3. der Buchdruck mit beweglichen Buchstaben | | d) Fabriken und Autos | 4. die Verschmutzung von Luft und Wasser |
II. Sprachfähigkeit
A. Wortschatz
- Ersetzen Sie das fett gedruckte Wort durch sein Synonym aus dem Text: «Die Ärzte können viele Krankheiten **kurieren**.» – «Maschinen arbeiten **präziser** als der Mensch.»
- Ersetzen Sie das fett gedruckte Wort durch sein Gegenteil aus dem Text: «In den **armen** Ländern leben viele Menschen im Luxus.» – «Die Menschen leben heute **kürzer** als früher.»
- Ergänzen Sie mit dem passenden Wort aus der Liste (heilen – ersetzen – Verantwortung – verschmutzen): Die Abgase der Autos …… die Luft. In vielen Fabriken …… Roboter die Arbeiter. Mit modernen Medikamenten kann man viele Krankheiten …… . Jeder Mensch trägt …… für die Umwelt.
- Übersetzen Sie ins Arabische: «Es kommt darauf an, wie der Mensch die Technik benutzt.»
- Bilden Sie Substantive: erfinden – gesund – arbeitslos – verschmutzen.
B. Grammatik
- a) Setzen Sie ins Präteritum: «Maschinen ersetzen viele Arbeiter.»
- b) Setzen Sie ins Perfekt: «Gutenberg entwickelte den Buchdruck.»
- c) Setzen Sie ins Passiv: «Roboter erledigen schwere Arbeiten.»
- d) Bilden Sie einen Finalsatz mit «um … zu»: «Der Mensch erfindet Maschinen. Er will sich das Leben leichter machen.»
- e) Ersetzen Sie den fett gedruckten Ausdruck durch das passende Modalverb: «Die Ärzte **sind in der Lage**, viele Krankheiten zu heilen.»
Lösung
I. 1. Fragen zum Text
- a) Gutenberg hat den Buchdruck mit beweglichen Buchstaben entwickelt. Von da an konnte man Bücher schnell und billig herstellen, und das Wissen verbreitete sich in ganz Europa.
- b) Dank neuer Medikamente und moderner Geräte kann man viele gefährliche Krankheiten heilen. Deshalb leben die Menschen länger und gesünder als früher.
- c) Fabriken und Autos verschmutzen die Luft und das Wasser. Außerdem ersetzen Maschinen viele Arbeiter, und die Zahl der Arbeitslosen steigt.
- d) Das bedeutet: Die Technik kann nützlich oder gefährlich sein. Das hängt davon ab, ob der Mensch sie für gute oder für schlechte Zwecke benutzt.
I. 2. Richtig oder falsch?
- a) Falsch: «Von da an konnte man Bücher schnell und billig herstellen.»
- b) Richtig: «Die Menschen leben deshalb länger und gesünder als früher.»
- c) Falsch: «Nicht alle Länder profitieren gleich vom Fortschritt.»
- d) Richtig: «In der Industrie arbeiten Maschinen schneller und genauer als der Mensch.»
I. 3. Titel: zum Beispiel «Die zwei Seiten der Technik» oder «Fortschritt: Segen oder Gefahr?»
I. 4. Kombinieren: a-3, b-1, c-2, d-4
II. A. Wortschatz
- kurieren → heilen; präziser → genauer
- armen → reichen; kürzer → länger
- verschmutzen – ersetzen – heilen – Verantwortung
- Die Übersetzung steht in der Erklärung auf Arabisch.
- die Erfindung – die Gesundheit – die Arbeitslosigkeit – die Verschmutzung
II. B. Grammatik
- a) Maschinen ersetzten viele Arbeiter.
- b) Gutenberg hat den Buchdruck entwickelt.
- c) Schwere Arbeiten werden von Robotern erledigt.
- d) Der Mensch erfindet Maschinen, um sich das Leben leichter zu machen.
- e) Die Ärzte können viele Krankheiten heilen.
> Achtung: «ersetzen» (Präsens) und «ersetzten» (Präteritum) unterscheiden sich nur durch ein t. Im Passiv steht das Partizip II am Ende: «werden … erledigt». Beim Finalsatz mit «um … zu» steht «zu» direkt vor dem Infinitiv am Satzende.
2. Lesetext: Der Computer – eine technische Revolution
Lesetext: Der Computer – eine technische Revolution
Kaum eine Erfindung hat die Welt so schnell verändert wie der Computer. 1941 stellte der deutsche Ingenieur Konrad Zuse in Berlin die Z3 vor. Sie gilt als der erste funktionsfähige, programmierbare Computer der Welt. Die ersten Computer waren riesig, laut und sehr teuer. Nur Universitäten, Armeen und große Firmen konnten sie benutzen.
Ab etwa 1980 kamen Personal Computer (PC) in viele Büros und Wohnungen. Seitdem werden die Geräte immer kleiner, schneller und billiger. Seit den 1990er-Jahren verbindet das Internet Computer auf der ganzen Welt. Heute trägt fast jeder einen kleinen Computer in der Tasche: das Smartphone.
Der Computer ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. In der Schule suchen die Schüler Informationen im Internet und lernen mit Lernprogrammen. In Büros, Banken und Fabriken steuern Computer die Arbeit. Auch in der Medizin hilft die Technik: Ärzte untersuchen die Patienten mit modernen Geräten, und manche Operationen werden mithilfe von Robotern durchgeführt. In den letzten Jahren hat sich außerdem die künstliche Intelligenz (KI) schnell entwickelt. Programme können heute Texte schreiben, Sprachen übersetzen und Bilder erkennen.
Doch der Computer bringt auch Gefahren mit sich. Viele Jugendliche sitzen stundenlang vor dem Bildschirm und bewegen sich zu wenig. Hacker stehlen persönliche Daten, und falsche Nachrichten verbreiten sich im Internet sehr schnell. Manche Menschen fürchten auch, dass Computer und Roboter ihre Arbeitsplätze übernehmen.
Der Computer ist also ein nützliches Werkzeug, aber kein Wundermittel. Man muss lernen, ihn vernünftig und verantwortungsvoll zu benutzen.
Wörterliste
| Wort | Französisch | Erklärung | |---|---|---| | die Revolution, -en | la révolution | eine sehr große und schnelle Veränderung | | funktionsfähig | qui fonctionne | so, dass es wirklich arbeitet | | riesig | énorme | sehr groß | | nicht mehr wegzudenken sein | être indispensable | man kann nicht mehr ohne es leben | | steuern | commander, piloter | lenken, kontrollieren | | der Bildschirm, -e | l'écran | der Monitor | | die Daten (Plural) | les données | Informationen, zum Beispiel Namen und Adressen | | übernehmen | prendre en charge | an sich nehmen | | vernünftig | raisonnable | klug, mit Verstand |
Aufgaben im Stil des Abiturs
I. Textverständnis
1. Fragen zum Text
- a) Wer war Konrad Zuse, und was stellte er 1941 vor?
- b) Wie waren die ersten Computer, und wer konnte sie benutzen?
- c) Wozu benutzen die Schüler den Computer?
- d) Erklären Sie den folgenden Satz: «Der Computer ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.»
2. Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.
- a) Die ersten Computer waren billig.
- b) Das Internet verbindet Computer auf der ganzen Welt.
- c) Programme mit künstlicher Intelligenz können Bilder erkennen.
- d) Der Computer bringt keine Gefahren mit sich.
3. Geben Sie dem Text einen anderen Titel.
4. Kombinieren Sie.
| Links | Rechts | |---|---| | a) Konrad Zuse | 1. stehlen persönliche Daten | | b) die Personal Computer | 2. stellte 1941 die Z3 vor | | c) Hacker | 3. hat sich in den letzten Jahren schnell entwickelt | | d) die künstliche Intelligenz | 4. kamen ab etwa 1980 in viele Büros und Wohnungen |
II. Sprachfähigkeit
A. Wortschatz
- Synonym aus dem Text: «Der Computer ist ein **praktisches** Werkzeug.» – «Die Geräte werden immer **preiswerter**.»
- Gegenteil aus dem Text: «Die ersten Computer waren **winzig**.» – «Die Geräte werden immer **größer**.»
- Ergänzen Sie mit dem passenden Wort aus der Liste (Bildschirm – Daten – steuern – übersetzen): Im Internet muss man seine persönlichen …… schützen. In modernen Fabriken …… Computer die Maschinen. Manche Programme können Texte in viele Sprachen …… . Sitzen Sie nicht den ganzen Tag vor dem …… !
- Übersetzen Sie ins Arabische: «Seitdem werden die Geräte immer kleiner, schneller und billiger.»
B. Grammatik
- a) Bilden Sie einen Finalsatz mit «damit»: «Die Eltern kontrollieren die Bildschirmzeit. Die Kinder sollen sich mehr bewegen.»
- b) Bilden Sie einen dass-Satz: «Manche Menschen fürchten: Roboter übernehmen ihre Arbeitsplätze.»
- c) Ersetzen Sie den fett gedruckten Ausdruck durch das passende Modalverb: «Man **ist gezwungen**, seine Daten zu schützen.»
- d) Setzen Sie ins Perfekt: «Zuse stellte 1941 die Z3 vor.»
- e) Setzen Sie ins Passiv: «Ärzte untersuchen die Patienten mit modernen Geräten.»
Lösung
I. 1. Fragen zum Text
- a) Konrad Zuse war ein deutscher Ingenieur. 1941 stellte er in Berlin die Z3 vor. Sie gilt als der erste funktionsfähige, programmierbare Computer der Welt.
- b) Die ersten Computer waren riesig, laut und sehr teuer. Nur Universitäten, Armeen und große Firmen konnten sie benutzen.
- c) Die Schüler benutzen den Computer, um Informationen im Internet zu suchen und mit Lernprogrammen zu lernen.
- d) Das heißt: Wir brauchen den Computer jeden Tag. Ohne ihn können wir heute kaum noch lernen, arbeiten oder kommunizieren.
I. 2. Richtig oder falsch?
- a) Falsch: «Die ersten Computer waren riesig, laut und sehr teuer.»
- b) Richtig: «Seit den 1990er-Jahren verbindet das Internet Computer auf der ganzen Welt.»
- c) Richtig: «Programme können heute Texte schreiben, Sprachen übersetzen und Bilder erkennen.»
- d) Falsch: «Doch der Computer bringt auch Gefahren mit sich.»
I. 3. Titel: zum Beispiel «Vom Riesenrechner zum Smartphone» oder «Der Computer: ein Helfer mit Risiken»
I. 4. Kombinieren: a-2, b-4, c-1, d-3
II. A. Wortschatz
- praktisches → nützliches; preiswerter → billiger
- winzig → riesig; größer → kleiner
- Daten – steuern – übersetzen – Bildschirm
- Die Übersetzung steht in der Erklärung auf Arabisch.
II. B. Grammatik
- a) Die Eltern kontrollieren die Bildschirmzeit, damit sich die Kinder mehr bewegen.
- b) Manche Menschen fürchten, dass Roboter ihre Arbeitsplätze übernehmen.
- c) Man muss seine Daten schützen.
- d) Zuse hat 1941 die Z3 vorgestellt.
- e) Die Patienten werden von Ärzten mit modernen Geräten untersucht.
> Achtung: Im damit-Satz steht kein «sollen» und kein «wollen», denn «damit» drückt das Ziel schon aus. «vorstellen» ist trennbar: Das Partizip II heißt «vorgestellt», nicht «gevorstellt». Nach «dass» steht das Verb am Ende: «…, dass Roboter ihre Arbeitsplätze übernehmen».
3. Lesetext: Wie werden die Menschen im Jahr 3000 leben?
Lesetext: Wie werden die Menschen im Jahr 3000 leben?
Niemand kann die Zukunft genau vorhersagen. Trotzdem fragen sich viele Menschen: Wie werden wir in tausend Jahren leben? Hier ist eine mögliche Antwort.
Im Jahr 3000 werden die Menschen wahrscheinlich in riesigen, grünen Städten wohnen. Auf den Dächern werden Gärten wachsen, und Solaranlagen werden die Häuser mit sauberer Energie versorgen. Erdöl und Kohle wird man nicht mehr verbrennen. Autos mit Benzinmotor wird es nur noch im Museum geben. Stattdessen werden leise, elektrische Fahrzeuge ohne Fahrer durch die Straßen fahren.
Auch zu Hause wird sich vieles ändern. Roboter werden kochen, putzen und alte Menschen pflegen. Vielleicht wird man mit seinem Haus sprechen können: Es wird das Licht anmachen und die Temperatur regeln.
Die Medizin wird große Fortschritte machen. Die Ärzte werden viele Krankheiten heilen, die heute noch tödlich sind. Die Menschen werden deshalb wahrscheinlich älter werden als heute. Einige Menschen werden vielleicht sogar auf dem Mond oder auf dem Mars leben, und Raumschiffe werden Touristen zu fernen Planeten bringen.
Aber wird das Leben im Jahr 3000 wirklich besser sein? Wenn die Maschinen alles machen, wird der Mensch vielleicht faul und einsam werden. Und wenn wir die Umwelt nicht schützen, wird die Erde vielleicht kein schöner Ort mehr sein. Die Zukunft hängt also von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen.
Wörterliste
| Wort | Französisch | Erklärung | |---|---|---| | vorhersagen | prédire | sagen, was in der Zukunft passiert | | wahrscheinlich | probablement | man glaubt, dass es so kommt | | versorgen mit + Dativ | approvisionner en | geben, was man braucht | | verbrennen | brûler | mit Feuer vernichten | | stattdessen | à la place | an Stelle davon | | pflegen | soigner | sich um Kranke oder Alte kümmern | | tödlich | mortel | so, dass man daran stirbt | | das Raumschiff, -e | le vaisseau spatial | ein Fahrzeug für das Weltall | | einsam | seul, solitaire | ohne Kontakt zu anderen Menschen | | die Entscheidung, -en | la décision | das, was man wählt oder beschließt |
Grammatik im Text: das Futur I
Das Futur I bildet man mit werden (konjugiert, auf Position 2) und dem Infinitiv am Satzende.
| Person | werden | Beispiel | |---|---|---| | ich | werde | Ich werde im Jahr 2040 ein Elektroauto fahren. | | du | wirst | Du wirst viele Sprachen lernen. | | er / sie / es / man | wird | Man wird kein Erdöl mehr verbrennen. | | wir | werden | Wir werden vielleicht auf dem Mars leben. | | ihr | werdet | Ihr werdet mit Robotern arbeiten. | | sie / Sie | werden | Die Städte werden grüner sein. |
Wann benutzt man das Futur I?
- für eine **Vorhersage** oder **Vermutung** über die Zukunft, oft mit wahrscheinlich, vielleicht, vermutlich, sicher, bestimmt: *Die Menschen werden wahrscheinlich älter werden.*
- für einen **festen Plan** oder ein **Versprechen**: *Ich werde nach dem Abitur Informatik studieren.*
- Für einfache Pläne mit einer Zeitangabe genügt oft das Präsens: *Morgen fahre ich nach Oran.*
Futur im Nebensatz und mit Modalverb
- Im Nebensatz steht «werden» ganz am Ende: *Ich glaube, dass die Menschen auf dem Mars leben werden.*
- Mit Modalverb stehen am Ende zwei Infinitive: *Man wird mit seinem Haus sprechen können.*
- «es gibt» im Futur: *Es wird keine Autos mit Benzinmotor mehr geben.*
Die drei Gesichter von «werden»
| Funktion | Bau | Beispiel | |---|---|---| | Vollverb (devenir) | werden + Adjektiv oder Nomen | Die Städte werden grüner. | | Futur I | werden + Infinitiv | Die Städte werden grün sein. | | Passiv | werden + Partizip II | Die Häuser werden mit Sonnenenergie versorgt. |
> Achtung: In «Die Menschen werden älter werden» ist das erste «werden» das Hilfsverb des Futurs, das zweite ist das Vollverb im Infinitiv. Falsch ist «du werdest» oder «er werdet»: richtig sind du wirst und er wird. Der Infinitiv steht immer am Ende: nicht «Ich werde fahren morgen», sondern «Ich werde morgen fahren».
Aufgaben im Stil des Abiturs
I. Textverständnis
1. Fragen zum Text
- a) Wo werden die Menschen im Jahr 3000 wahrscheinlich wohnen?
- b) Woher werden die Häuser ihre Energie bekommen?
- c) Welche Arbeiten werden die Roboter zu Hause machen?
- d) Erklären Sie den folgenden Satz: «Die Zukunft hängt von den Entscheidungen ab, die wir heute treffen.»
2. Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.
- a) Im Jahr 3000 wird man noch viel Erdöl verbrennen.
- b) Die Fahrzeuge werden ohne Fahrer fahren.
- c) Die Ärzte werden keine Krankheit heilen können.
- d) Der Autor ist nicht sicher, dass das Leben besser sein wird.
3. Geben Sie dem Text einen anderen Titel.
4. Kombinieren Sie.
| Links | Rechts | |---|---| | a) Solaranlagen | 1. werden Touristen zu fernen Planeten bringen | | b) Roboter | 2. werden viele Krankheiten heilen | | c) Raumschiffe | 3. werden die Häuser mit Energie versorgen | | d) die Ärzte | 4. werden kochen und putzen |
II. Sprachfähigkeit
A. Wortschatz
- Synonym aus dem Text: «Niemand kann die Zukunft genau **voraussagen**.» – «**Vermutlich** werden die Menschen in grünen Städten wohnen.»
- Gegenteil aus dem Text: «**Laute**, elektrische Fahrzeuge werden durch die Straßen fahren.» – «Der Mensch wird vielleicht **fleißig** werden.»
- Bilden Sie Substantive: entscheiden – versorgen – einsam – wahrscheinlich.
- Übersetzen Sie ins Arabische: «Niemand kann die Zukunft genau vorhersagen.»
B. Grammatik
- a) Setzen Sie ins Futur I: «Die Menschen wohnen in grünen Städten.»
- b) Setzen Sie ins Futur I: «Es gibt keine Autos mit Benzinmotor mehr.»
- c) Bilden Sie einen dass-Satz im Futur I: «Ich glaube: Die Menschen leben auf dem Mars.»
- d) Vollverb, Futur oder Passiv? (1) Das Wetter wird wärmer. (2) Die Häuser werden mit Sonnenenergie versorgt. (3) Wir werden mit Robotern arbeiten.
- e) Ersetzen Sie den fett gedruckten Ausdruck durch ein Modalverb: «Man **wird in der Lage sein**, mit seinem Haus zu sprechen.»
Lösung
I. 1. Fragen zum Text
- a) Sie werden wahrscheinlich in riesigen, grünen Städten wohnen.
- b) Solaranlagen werden die Häuser mit sauberer Energie versorgen.
- c) Die Roboter werden kochen, putzen und alte Menschen pflegen.
- d) Das bedeutet: Wie die Welt morgen aussieht, steht noch nicht fest. Es hängt davon ab, was wir heute tun, zum Beispiel ob wir die Umwelt schützen.
I. 2. Richtig oder falsch?
- a) Falsch: «Erdöl und Kohle wird man nicht mehr verbrennen.»
- b) Richtig: «Stattdessen werden leise, elektrische Fahrzeuge ohne Fahrer durch die Straßen fahren.»
- c) Falsch: «Die Ärzte werden viele Krankheiten heilen, die heute noch tödlich sind.»
- d) Richtig: «Aber wird das Leben im Jahr 3000 wirklich besser sein?»
I. 3. Titel: zum Beispiel «Das Leben in tausend Jahren» oder «Eine Reise in die Zukunft»
I. 4. Kombinieren: a-3, b-4, c-1, d-2
II. A. Wortschatz
- voraussagen → vorhersagen; Vermutlich → Wahrscheinlich
- Laute → Leise; fleißig → faul
- die Entscheidung – die Versorgung – die Einsamkeit – die Wahrscheinlichkeit
- Die Übersetzung steht in der Erklärung auf Arabisch.
II. B. Grammatik
- a) Die Menschen werden in grünen Städten wohnen.
- b) Es wird keine Autos mit Benzinmotor mehr geben.
- c) Ich glaube, dass die Menschen auf dem Mars leben werden.
- d) (1) Vollverb – (2) Passiv – (3) Futur I
- e) Man wird mit seinem Haus sprechen können.
4. Landeskunde: Erfinder und Erfindungen
Landeskunde: Erfinder und Erfindungen
Viele wichtige Erfindungen kommen aus dem deutschsprachigen Raum. Ihre Erfinder sind oft auch Themen in Texten und Aufgaben des Abiturs. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick.
| Person | Lebensdaten | Erfindung oder Entdeckung | |---|---|---| | Johannes Gutenberg | um 1400 – 1468 | Buchdruck mit beweglichen Buchstaben (um 1450, Mainz) | | Philipp Reis | 1834 – 1874 | Telefon (1861 in Frankfurt vorgestellt) | | Alexander Graham Bell | 1847 – 1922 | Patent auf das Telefon (1876, USA) | | Carl Benz | 1844 – 1929 | Motorwagen mit Benzinmotor (Patent 1886) | | Gottlieb Daimler | 1834 – 1900 | Kutsche mit Benzinmotor (1886) | | Rudolf Diesel | 1858 – 1913 | Dieselmotor (erster funktionsfähiger Motor 1897) | | Wilhelm Conrad Röntgen | 1845 – 1923 | X-Strahlen (1895), erster Nobelpreis für Physik (1901) | | Albert Einstein | 1879 – 1955 | Relativitätstheorie, Nobelpreis für Physik (1921) | | Konrad Zuse | 1910 – 1995 | Z3, der erste funktionsfähige programmierbare Computer (1941) |
Kurze Porträts
Johannes Gutenberg lebte in Mainz. Um 1450 entwickelte er ein Verfahren, mit dem man Texte mit beweglichen Buchstaben aus Metall drucken konnte. Sein bekanntestes Werk ist die Gutenberg-Bibel. Dank des Buchdrucks wurden Bücher billiger, und das Wissen erreichte viel mehr Menschen.
Carl Benz und Gottlieb Daimler bauten 1886 unabhängig voneinander Fahrzeuge mit Benzinmotor. Benz meldete seinen Motorwagen im Januar 1886 zum Patent an. 1888 fuhr seine Frau Bertha Benz mit dem Wagen von Mannheim nach Pforzheim. Das war die erste längere Autofahrt der Geschichte.
Philipp Reis und Graham Bell: Wer hat das Telefon erfunden? Der deutsche Lehrer Philipp Reis stellte schon 1861 in Frankfurt ein Gerät vor, das Töne elektrisch übertragen konnte. Er nannte es «Telephon». Fünfzehn Jahre später, 1876, meldete Alexander Graham Bell in den USA ein Patent auf das Telefon an. Sein Apparat funktionierte viel besser und verbreitete sich in der ganzen Welt.
Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte 1895 in Würzburg unsichtbare Strahlen, die durch den Körper gehen. Er nannte sie X-Strahlen; in Deutschland heißen sie heute Röntgenstrahlen. Zum ersten Mal konnten Ärzte die Knochen im Körper sehen, ohne zu operieren. 1901 erhielt Röntgen als Erster den Nobelpreis für Physik.
Albert Einstein wurde 1879 in Ulm geboren. Er entwickelte die Relativitätstheorie und bekam den Nobelpreis für Physik des Jahres 1921. 1933 emigrierte er in die USA, wo er 1955 starb.
Konrad Zuse war Bauingenieur. Weil er die langen Berechnungen in seinem Beruf nicht mehr von Hand machen wollte, baute er Rechenmaschinen. 1941 stellte er in Berlin die Z3 vor.
Die arabische Welt und Algerien
Auch in der arabischen Welt gab es große Forscher. Der Gelehrte Ibn al-Haitham (um 965 – um 1040) erforschte das Licht und das Sehen. Sein «Buch der Optik» beeinflusste später auch Wissenschaftler in Europa.
Heute setzt auch Algerien auf moderne Technik. 2002 schickte das Land seinen ersten Satelliten, Alsat-1, ins All. Ende 2017 folgte der Kommunikationssatellit Alcomsat-1, der für Fernsehen, Internet und Telekommunikation genutzt wird. Außerdem hat Algerien sehr viel Sonne: In großen Teilen der Sahara scheint sie mehr als 3000 Stunden im Jahr. Deshalb baut das Land die Solarenergie weiter aus.
Aufgaben
1. Wer ist das?
- a) «Ich war Lehrer in Deutschland und stellte 1861 ein Telefon vor.»
- b) «Ich wurde 1879 in Ulm geboren und bekam den Nobelpreis für Physik des Jahres 1921.»
- c) «Ich entdeckte 1895 in Würzburg unsichtbare Strahlen.»
2. Kombinieren Sie.
| Links | Rechts | |---|---| | a) Gutenberg | 1. die Z3 | | b) Rudolf Diesel | 2. die Fahrt von Mannheim nach Pforzheim | | c) Konrad Zuse | 3. der Buchdruck | | d) Bertha Benz | 4. ein neuer Motor (1897) |
3. Setzen Sie ins Passiv (Präteritum): «Röntgen entdeckte 1895 die X-Strahlen.»
4. Setzen Sie ins Perfekt: «Einstein emigrierte 1933 in die USA.» – «Carl Benz starb 1929.»
5. Bilden Sie einen Relativsatz: «Gutenberg war ein Erfinder. Seine Bibel ist weltberühmt.»
6. Schreiben Sie einen kurzen Lebenslauf im Präteritum mit diesen Daten: Rudolf Diesel – geboren 1858 in Paris – Studium des Maschinenbaus in München – 1897 erster funktionsfähiger Dieselmotor – gestorben 1913.
Lösung
- a) Philipp Reis – b) Albert Einstein – c) Wilhelm Conrad Röntgen
- a-3, b-4, c-1, d-2
- Die X-Strahlen wurden 1895 von Röntgen entdeckt.
- Einstein ist 1933 in die USA emigriert. – Carl Benz ist 1929 gestorben.
- Gutenberg war ein Erfinder, dessen Bibel weltberühmt ist.
- Rudolf Diesel wurde 1858 in Paris geboren. Er studierte Maschinenbau in München. 1897 baute er den ersten funktionsfähigen Dieselmotor. Diesel starb 1913.
> Achtung: Bewegung von einem Ort zum anderen (emigrieren, fahren, kommen) und Veränderung des Zustands (sterben, werden) bilden das Perfekt mit sein: «ist emigriert», «ist gestorben». Bei historischen Personen sagt man «wurde … geboren» (Präteritum). Jahreszahlen stehen ohne «in»: «1879», nicht «in 1879».
5. Wortschatz: der technische Fortschritt
Wortschatz: der technische Fortschritt
Wer im Abitur über Technik schreiben oder einen Text verstehen will, braucht einen festen Grundwortschatz. Lernen Sie jedes Nomen mit Artikel und Plural, jedes Verb mit seinen Stammformen.
1. Wichtige Nomen
| Nomen | Plural | Französisch | |---|---|---| | der Fortschritt | die Fortschritte | le progrès | | die Erfindung | die Erfindungen | l'invention | | der Erfinder | die Erfinder | l'inventeur | | die Entdeckung | die Entdeckungen | la découverte | | die Forschung | die Forschungen | la recherche | | die Technik | die Techniken | la technique | | die Maschine | die Maschinen | la machine | | das Gerät | die Geräte | l'appareil | | der Roboter | die Roboter | le robot | | der Vorteil | die Vorteile | l'avantage | | der Nachteil | die Nachteile | l'inconvénient | | der Wissenschaftler | die Wissenschaftler | le scientifique | | die Arbeitslosigkeit | kein Plural | le chômage | | die Sicherheit | kein Plural | la sécurité | | die künstliche Intelligenz | kein Plural | l'intelligence artificielle |
2. Wichtige Verben
| Infinitiv | Präteritum | Perfekt | Französisch | |---|---|---|---| | erfinden | erfand | hat erfunden | inventer | | entdecken | entdeckte | hat entdeckt | découvrir | | entwickeln | entwickelte | hat entwickelt | développer | | herstellen | stellte her | hat hergestellt | fabriquer | | erleichtern | erleichterte | hat erleichtert | faciliter | | ersetzen | ersetzte | hat ersetzt | remplacer | | forschen | forschte | hat geforscht | faire des recherches | | steigen | stieg | ist gestiegen | augmenter | | zunehmen | nahm zu | hat zugenommen | augmenter | | verschmutzen | verschmutzte | hat verschmutzt | polluer |
3. Wortfamilien und Suffixe
| Verb | Person (-er) | Sache (-ung) | |---|---|---| | erfinden | der Erfinder | die Erfindung | | entdecken | der Entdecker | die Entdeckung | | forschen | der Forscher | die Forschung | | entwickeln | der Entwickler | die Entwicklung | | herstellen | der Hersteller | die Herstellung |
- **-heit / -keit** machen aus Adjektiven Nomen (immer feminin): gesund → die Gesundheit, sicher → die Sicherheit, möglich → die Möglichkeit, arbeitslos → die Arbeitslosigkeit.
- **-lich / -isch / -ig** machen aus Nomen Adjektive: der Nutzen → nützlich, der Schaden → schädlich, die Technik → technisch, der Mensch → menschlich, der Hunger → hungrig.
- **-los** bedeutet «ohne»: die Arbeit → arbeitslos. **-bar** bedeutet «man kann es tun»: programmieren → programmierbar, bezahlen → bezahlbar.
4. Komposita
Das letzte Wort (das Grundwort) bestimmt den Artikel:
- die Sonne + die Energie → **die** Sonnenenergie
- die Arbeit + der Platz → **der** Arbeitsplatz (mit Fugen-s)
- der Raum + das Schiff → **das** Raumschiff
- das Bild + der Schirm → **der** Bildschirm
- die Umwelt + die Verschmutzung → **die** Umweltverschmutzung
5. Synonyme und Gegenteile
| Wort | Synonym | Gegenteil | |---|---|---| | der Vorteil | der Nutzen | der Nachteil | | nützlich | hilfreich | schädlich | | modern | neu | veraltet | | billig | preiswert | teuer | | erleichtern | einfacher machen | erschweren | | zunehmen | steigen | abnehmen | | schnell | rasch | langsam | | der Fortschritt | die Entwicklung | der Rückschritt |
6. Verben und Adjektive mit Präpositionen
- **profitieren von** + Dativ: *Nicht alle Länder profitieren vom Fortschritt.*
- **abhängen von** + Dativ: *Die Zukunft hängt von uns ab.*
- **abhängig sein von** + Dativ: *Viele Jugendliche sind vom Smartphone abhängig.*
- **führen zu** + Dativ: *Die Automatisierung führt oft zu Arbeitslosigkeit.*
- **warnen vor** + Dativ: *Die Ärzte warnen vor zu viel Bildschirmzeit.*
- **sich gewöhnen an** + Akkusativ: *Wir haben uns an das Internet gewöhnt.*
7. Kleine Übungen
- a) Bilden Sie Substantive: entwickeln – sicher – möglich.
- b) Nennen Sie das Gegenteil: teuer – nützlich – zunehmen.
- c) Ergänzen Sie die Präposition: Die Zukunft hängt …… unseren Entscheidungen ab. Wir haben uns …… das Smartphone gewöhnt.
Lösung: a) die Entwicklung – die Sicherheit – die Möglichkeit. b) billig – schädlich – abnehmen. c) von – an.
> Achtung: «möglich» wird zu «die Möglichkeit», nicht «die Möglichheit»: Nach -lich, -ig und -bar steht immer -keit. Und «steigen» bildet das Perfekt mit sein: «Die Zahl der Arbeitslosen ist gestiegen.»
6. Zum Schreiben: Pro und Contra – der Meinungsaufsatz
Zum Schreiben: Pro und Contra – der Meinungsaufsatz
Im dritten Teil des Abiturs (Schreibfähigkeit) wählen Sie ein Thema aus zwei Themen. Zum Thema Technik kommt oft eine Meinungsfrage: Man soll Vorteile und Nachteile abwägen und am Ende seine eigene Meinung äußern.
1. Typische Themen
- Thema 1: «Der technische Fortschritt hat unser Leben verändert. Hat er nur Vorteile? Was meinen Sie? Begründen Sie Ihre Antwort mit Beispielen.»
- Thema 2: «Macht der technische Fortschritt die Menschen arbeitslos? Schreiben Sie einen Aufsatz anhand folgender Stichpunkte: Maschinen in den Fabriken – Roboter und Computer – neue Berufe.»
- Thema 3: «Das Auto: Notwendigkeit oder Luxus?»
2. Der Plan
| Teil | Inhalt | Länge | |---|---|---| | Einleitung | das Thema vorstellen und die Frage stellen | 2–3 Sätze | | Hauptteil | Argumente dafür (Pro) und dagegen (Contra), jeweils mit einem Beispiel | 6–10 Sätze | | Schluss | die eigene Meinung und eine kurze Zusammenfassung | 2–3 Sätze |
3. Redemittel
- **Einleitung:** Heute spricht man viel über … / Die Frage, ob …, ist sehr aktuell.
- **Pro:** Ein großer Vorteil ist, dass … / Dafür spricht, dass … / Zuerst muss man sagen, dass …
- **Contra:** Andererseits … / Ein großer Nachteil ist, dass … / Dagegen spricht, dass … / Man darf aber nicht vergessen, dass …
- **Ordnen:** Erstens … zweitens … / Außerdem … / Dazu kommt, dass … / Zum Beispiel …
- **Schluss:** Meiner Meinung nach … / Ich bin der Meinung, dass … / Zusammenfassend kann man sagen, dass …
4. Die Wortstellung nach den Verbindungswörtern
| Typ | Wörter | Beispiel | |---|---|---| | Position 0: das Verb bleibt auf Position 2 | und, aber, oder, denn, sondern | Das Auto ist bequem, denn man kommt schnell ans Ziel. | | Position 1: das Verb folgt direkt | deshalb, außerdem, trotzdem, einerseits, andererseits, meiner Meinung nach | Maschinen arbeiten schnell, deshalb verlieren viele Arbeiter ihre Stelle. | | Nebensatz: das Verb steht am Ende | weil, dass, obwohl, wenn, damit | Viele kaufen ein Auto, weil die Busse oft voll sind. |
5. Musteraufsatz zu Thema 1
Hat der technische Fortschritt nur Vorteile?
Heute benutzen wir jeden Tag moderne Technik: das Smartphone, den Computer, das Auto. Aber hat der technische Fortschritt wirklich nur Vorteile?
Einerseits hat die Technik unser Leben leichter gemacht. Dank moderner Medizin kann man viele Krankheiten heilen, und die Menschen leben länger. Außerdem können wir im Internet schnell Informationen finden und mit Freunden in der ganzen Welt sprechen. Auch in der Industrie ist die Technik nützlich, denn Maschinen erledigen schwere und gefährliche Arbeiten.
Andererseits bringt der Fortschritt auch Probleme mit sich. Fabriken und Autos verschmutzen die Umwelt. Dazu kommt, dass Maschinen viele Arbeiter ersetzen. Deshalb verlieren manche Menschen ihre Arbeit. Ein weiterer Nachteil ist, dass viele Jugendliche zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen.
Meiner Meinung nach hat der Fortschritt mehr Vorteile als Nachteile. Wir müssen die Technik aber vernünftig benutzen und die Umwelt schützen. Nur so kann der Fortschritt allen Menschen dienen.
6. Stichpunkte zu Thema 3: Das Auto
| Pro | Contra | |---|---| | Man ist unabhängig und kommt schnell ans Ziel. | Die Abgase verschmutzen die Luft. | | Auf dem Land gibt es oft keine Busse. | Es gibt viele Unfälle und Staus. | | Viele Menschen brauchen das Auto für ihre Arbeit. | Benzin, Reparaturen und Versicherung sind teuer. |
Ein möglicher Schluss: *Für mich ist das Auto eine Notwendigkeit, aber man sollte es nur benutzen, wenn es wirklich nötig ist.*
7. Checkliste vor der Abgabe
Die Korrektoren achten auf Stil, Wortschatz, Rechtschreibung, Ideen und Grammatik. Prüfen Sie deshalb:
- Habe ich alle Stichpunkte benutzt und nicht das Thema verfehlt?
- Steht das Verb im Hauptsatz auf Position 2 und im Nebensatz am Ende?
- Sind alle Nomen großgeschrieben? Stehen ä, ö, ü und ß richtig?
- Habe ich «das» und «dass» richtig geschrieben?
> Achtung – typische Fehler: falsch: «Meiner Meinung nach das Auto ist nützlich.» – richtig: «Meiner Meinung nach ist das Auto nützlich.» Falsch: «Ich denke, dass das Auto ist nützlich.» – richtig: «Ich denke, dass das Auto nützlich ist.» Falsch: «Die Technik hat das Leben leichter gemachen.» – richtig: «… leichter gemacht.»
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