Künstlerleben

حياة الفنانين والأدباء (Künstlerleben): نصوص قراءة على نمط البكالوريا عن غوته وموتسارت والشيخ عبد الحميد بن باديس مع أسئلتها وحلولها، وتراجم قصيرة لأدباء وفنانين من ألمانيا والجزائر، ومعجم المحور، وطريقة كتابة سيرة حياة بالألمانية.

يتكوّن الدرس من 6 أجزاء: 1. Lesetext: Johann Wolfgang von Goethe، 2. Lesetext: Mozart, das Wunderkind، 3. Lesetext: Abdelhamid Ben Badis، 4. Zum Lesen: weitere Lebensläufe aus Deutschland und Algerien، 5. Wortschatz: Künstler, Werke und Lebensstationen، 6. Zum Schreiben: Lebenslauf und Biografie.

1. Lesetext: Johann Wolfgang von Goethe

Lesetext: Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe ist der bekannteste Dichter der deutschen Sprache. Er wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. Sein Vater war ein reicher Jurist und kümmerte sich selbst um die Erziehung seines Sohnes. Der begabte Junge lernte bei Privatlehrern mehrere Sprachen, Zeichnen und Musik.

Von 1765 bis 1768 studierte Goethe Rechtswissenschaft in Leipzig. Dann wurde er schwer krank und kehrte nach Frankfurt zurück. Sein Studium beendete er 1771 in Straßburg. Danach arbeitete er nur kurze Zeit als Rechtsanwalt, denn die Literatur interessierte ihn viel mehr.

1774 erschien sein Roman «Die Leiden des jungen Werthers». Mit diesem Buch wurde der junge Autor in ganz Europa berühmt. Ein Jahr später zog er nach Weimar. Dort lebte er mehr als fünfzig Jahre lang und arbeitete auch als Minister des Herzogs. Er reiste nach Italien und beschäftigte sich mit Malerei und Naturwissenschaften.

Ab 1794 war Goethe eng mit dem Dichter Friedrich Schiller befreundet. Die beiden gelten als die wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik. Goethe schrieb Gedichte, Romane und Theaterstücke. Sein bekanntestes Werk ist die Tragödie «Faust». Den ersten Teil veröffentlichte er 1808, den zweiten Teil beendete er erst kurz vor seinem Tod. Auch der Orient interessierte ihn: Für seinen Gedichtband «West-östlicher Divan» (1819) ließ er sich vom persischen Dichter Hafis inspirieren.

Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar. Heute tragen viele Schulen in Deutschland seinen Namen.

Wörterliste (Deutsch – Französisch)

  • **die Erziehung**: l'éducation
  • **die Rechtswissenschaft**: le droit
  • **der Rechtsanwalt**: l'avocat
  • **erscheinen** (erschien, ist erschienen): paraître
  • **der Herzog**: le duc
  • **der Vertreter**: le représentant
  • **veröffentlichen**: publier
  • **der Gedichtband**: le recueil de poèmes

I. Textverständnis

1. Fragen zum Text

a) Wann und wo wurde Goethe geboren? b) Warum kehrte Goethe 1768 nach Frankfurt zurück? c) Durch welches Buch wurde er in ganz Europa berühmt? d) Erklären Sie den folgenden Satz: «Danach arbeitete er nur kurze Zeit als Rechtsanwalt, denn die Literatur interessierte ihn viel mehr.»

2. Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.

a) Goethe studierte Medizin in Leipzig. b) Goethe verbrachte den größten Teil seines Lebens in Weimar. c) Goethe und Schiller waren Freunde. d) Den zweiten Teil von «Faust» schrieb Goethe als junger Mann.

3. Geben Sie dem Text einen anderen Titel.

4. Kombinieren Sie.

| Jahr | Ereignis | |---|---| | a) 1749 | 1) Goethe stirbt in Weimar. | | b) 1774 | 2) Goethe wird in Frankfurt geboren. | | c) 1808 | 3) Der Roman über Werther erscheint. | | d) 1832 | 4) Der erste Teil von «Faust» erscheint. |

II. Sprachfähigkeit

A. Wortschatz

  • Ersetzen Sie das kursiv gedruckte Wort durch sein Synonym aus dem Text: Mit diesem Buch wurde der junge Autor in ganz Europa *bekannt*.
  • Ersetzen Sie das kursiv gedruckte Wort durch sein Gegenteil aus dem Text: Sein Vater war ein *armer* Jurist.

B. Grammatik

  • nur oder erst? a) Goethe arbeitete ___ kurze Zeit als Rechtsanwalt. b) Den zweiten Teil von «Faust» beendete er ___ kurz vor seinem Tod.
  • Deklinieren Sie: a) Goethe war ein bekannt___ Dichter. b) Er schrieb ein___ berühmt___ Roman. c) Er war der Sohn ein___ reich___ Juristen.
  • Setzen Sie ins Perfekt: a) Goethe studierte in Leipzig. b) 1775 zog er nach Weimar.

Lösung

  • **I.1** a) Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren. b) Er kehrte nach Frankfurt zurück, weil er schwer krank wurde. c) Er wurde durch seinen Roman «Die Leiden des jungen Werthers» berühmt. d) Goethe war nicht lange Rechtsanwalt, weil die Literatur für ihn wichtiger war als sein Beruf.
  • **I.2** a) Falsch: «Von 1765 bis 1768 studierte Goethe Rechtswissenschaft in Leipzig.» b) Richtig: «Dort lebte er mehr als fünfzig Jahre lang». c) Richtig: «Ab 1794 war Goethe eng mit dem Dichter Friedrich Schiller befreundet.» d) Falsch: «den zweiten Teil beendete er erst kurz vor seinem Tod.»
  • **I.3** Vorschläge: «Ein Leben für die Literatur» oder «Der große Dichter aus Frankfurt».
  • **I.4** a-2, b-3, c-4, d-1.
  • **II.A** 1. berühmt 2. reicher
  • **II.B** 1. a) nur b) erst. 2. a) ein bekannter Dichter b) einen berühmten Roman c) eines reichen Juristen. 3. a) Goethe hat in Leipzig studiert. b) 1775 ist er nach Weimar gezogen.

> Achtung: Man sagt «Goethe ist 1832 gestorben» (Perfekt mit sein), nicht «hat gestorben». Jahreszahlen stehen ohne «in»: «1774 erschien …» oder «im Jahr 1774».

2. Lesetext: Mozart, das Wunderkind

Lesetext: Mozart, das Wunderkind

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Sein Vater Leopold war Geiger und Komponist am Hof des Fürsterzbischofs von Salzburg. Er erkannte sehr früh das große Talent seines Sohnes und wurde sein erster Lehrer.

Schon mit vier Jahren spielte der kleine Wolfgang Klavier, und mit fünf Jahren komponierte er seine ersten kurzen Musikstücke. Auch seine ältere Schwester Maria Anna, „Nannerl“ genannt, war eine begabte Pianistin. Ab 1762 reiste Leopold Mozart mit seinen beiden Kindern durch Europa. Sie besuchten München, Wien, Paris, London und viele andere Städte. Überall spielten die Kinder vor Königen, Fürsten und einem begeisterten Publikum. Die Reisen waren lang und anstrengend, und die Kinder wurden oft krank.

1781 verließ Mozart Salzburg und zog nach Wien. Dort arbeitete er als freier Musiker: Er gab Konzerte, unterrichtete Schüler und komponierte ohne Pause. 1782 heiratete er die Sängerin Constanze Weber. In seinen Wiener Jahren entstanden seine bekanntesten Opern, zum Beispiel «Die Hochzeit des Figaro», «Don Giovanni» und «Die Zauberflöte».

Mozart verdiente oft gut, aber er gab auch viel Geld aus. In seinen letzten Jahren hatte er große Geldsorgen und musste sich Geld von Freunden leihen. Er starb am 5. Dezember 1791 in Wien, erst 35 Jahre alt. Sein letztes Werk, das Requiem, konnte er nicht mehr beenden.

In seinem kurzen Leben schrieb Mozart mehr als 600 Werke: Opern, Sinfonien, Konzerte und Kirchenmusik. Heute ist er einer der berühmtesten Komponisten der Welt.

Wörterliste (Deutsch – Französisch)

  • **das Wunderkind**: l'enfant prodige
  • **der Hof**: la cour (d'un prince)
  • **erkennen** (erkannte, hat erkannt): reconnaître
  • **begabt**: doué
  • **das Publikum**: le public
  • **anstrengend**: fatigant
  • **sich Geld leihen**: emprunter de l'argent
  • **entstehen** (entstand, ist entstanden): naître, être créé

I. Textverständnis

1. Fragen zum Text

a) Wer war Mozarts erster Lehrer? b) Was konnte Mozart schon mit fünf Jahren? c) Warum waren die Reisen für die Kinder schwer? d) Erklären Sie den folgenden Satz: «Mozart verdiente oft gut, aber er gab auch viel Geld aus.»

2. Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.

a) Mozart begann sehr spät mit der Musik. b) Nannerl war auch musikalisch begabt. c) Mozart blieb sein ganzes Leben in Salzburg. d) Mozart konnte das Requiem nicht beenden.

3. Geben Sie dem Text einen anderen Titel.

4. Kombinieren Sie.

| Person oder Werk | Wer oder was ist das? | |---|---| | a) Leopold Mozart | 1) Mozarts Frau | | b) Nannerl | 2) eine Oper von Mozart | | c) Constanze Weber | 3) Mozarts Vater und erster Lehrer | | d) «Die Zauberflöte» | 4) Mozarts ältere Schwester |

II. Sprachfähigkeit

A. Wortschatz

  • Synonym aus dem Text: Die Reisen waren lang und *ermüdend*.
  • Gegenteil aus dem Text: In seinem *langen* Leben schrieb Mozart mehr als 600 Werke.

B. Grammatik

  • Deklinieren Sie: a) Die Kinder spielten vor ein___ begeistert___ Publikum. b) Mozart lebte mit sein___ jung___ Frau in Wien. c) Leopold war stolz auf sein___ begabt___ Sohn.
  • nur oder erst? a) Mozart lebte ___ 35 Jahre. b) Das Requiem wurde ___ nach seinem Tod fertig.
  • Setzen Sie ins Präteritum: a) Mozart komponiert viele Opern. b) Er gibt Konzerte in Wien.

Lösung

  • **I.1** a) Sein Vater Leopold war sein erster Lehrer. b) Mit fünf Jahren komponierte er schon seine ersten kurzen Musikstücke. c) Die Reisen waren lang und anstrengend, und die Kinder wurden oft krank. d) Mozart bekam oft viel Geld für seine Arbeit, aber er sparte nicht; deshalb hatte er später Geldsorgen.
  • **I.2** a) Falsch: «Schon mit vier Jahren spielte der kleine Wolfgang Klavier». b) Richtig: «Auch seine ältere Schwester Maria Anna […] war eine begabte Pianistin.» c) Falsch: «1781 verließ Mozart Salzburg und zog nach Wien.» d) Richtig: «Sein letztes Werk, das Requiem, konnte er nicht mehr beenden.»
  • **I.3** Vorschläge: «Ein kurzes Leben voller Musik» oder «Das Wunderkind aus Salzburg».
  • **I.4** a-3, b-4, c-1, d-2.
  • **II.A** 1. anstrengend 2. kurzen
  • **II.B** 1. a) vor einem begeisterten Publikum (vor + Dativ) b) mit seiner jungen Frau (mit + Dativ) c) auf seinen begabten Sohn (stolz auf + Akkusativ). 2. a) nur b) erst. 3. a) Mozart komponierte viele Opern. b) Er gab Konzerte in Wien.

> Achtung: Nach mit, von und bei steht immer der Dativ: *mit seinem Vater, mit seiner Schwester, mit seinen Kindern*. Im Dativ Plural bekommt das Nomen ein -n, wenn der Plural nicht schon auf -n oder -s endet: *mit den Kindern*, aber *mit den Frauen*.

3. Lesetext: Abdelhamid Ben Badis

Lesetext: Abdelhamid Ben Badis, ein Leben für die Bildung

Abdelhamid Ben Badis ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte Algeriens. Er wurde 1889 in Constantine geboren, einer alten Stadt im Osten des Landes. Damals war Algerien eine französische Kolonie, und nur wenige algerische Kinder konnten eine Schule besuchen. Viele Menschen konnten weder lesen noch schreiben.

Ben Badis war ein islamischer Gelehrter und ein engagierter Lehrer. Er war fest davon überzeugt, dass die Bildung der Schlüssel zur Zukunft eines Volkes ist. Deshalb unterrichtete er viele Jahre lang in seiner Heimatstadt. Er lehrte sowohl die Religion als auch die arabische Sprache, die Literatur und die Geschichte. Sein Unterricht richtete sich nicht nur an Kinder, sondern auch an Erwachsene. Auch die Bildung der Mädchen lag ihm am Herzen.

Ben Badis war außerdem ein Reformer. Er wollte, dass die Algerier ihre Sprache, ihre Religion und ihre Geschichte gut kennen und stolz auf ihre Identität sind. 1931 gründete er zusammen mit anderen Gelehrten die Vereinigung der algerischen muslimischen Ulema. Diese Vereinigung eröffnete in vielen Städten und Dörfern Schulen, in denen die Kinder Arabisch lernten.

Ben Badis starb 1940, also lange vor der Unabhängigkeit Algeriens im Jahr 1962. Aber seine Schüler setzten sein Werk fort. Bis heute ist er in Algerien sehr bekannt und geachtet. Viele Schulen tragen seinen Namen, und auch die Universität von Mostaganem ist nach ihm benannt.

Wörterliste (Deutsch – Französisch)

  • **die Persönlichkeit**: la personnalité
  • **der Gelehrte** (ein Gelehrter): le savant, l'érudit
  • **die Bildung**: l'éducation, l'instruction
  • **der Schlüssel**: la clé
  • **am Herzen liegen**: tenir à cœur
  • **gründen**: fonder
  • **die Vereinigung**: l'association
  • **die Unabhängigkeit**: l'indépendance
  • **fortsetzen**: continuer

I. Textverständnis

1. Fragen zum Text

a) Wann und wo wurde Ben Badis geboren? b) Wie war die Situation der algerischen Kinder zu seiner Zeit? c) Was gründete Ben Badis 1931? d) Erklären Sie den folgenden Satz: «Die Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft eines Volkes.»

2. Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.

a) Ben Badis war Lehrer. b) Ben Badis unterrichtete nur Kinder. c) Ben Badis erlebte die Unabhängigkeit Algeriens. d) Die Vereinigung der Ulema eröffnete Schulen.

3. Geben Sie dem Text einen anderen Titel.

4. Kombinieren Sie.

| Jahr | Ereignis | |---|---| | a) 1889 | 1) Gründung der Vereinigung der algerischen muslimischen Ulema | | b) 1931 | 2) Unabhängigkeit Algeriens | | c) 1940 | 3) Geburt von Ben Badis in Constantine | | d) 1962 | 4) Tod von Ben Badis |

II. Sprachfähigkeit

A. Wortschatz

  • Synonym aus dem Text: Er *unterrichtete* sowohl die Religion als auch die Geschichte.
  • Gegenteil aus dem Text: Ben Badis ist heute in Algerien *unbekannt*.

B. Grammatik: die mehrteiligen Konjunktionen und der Genitiv

  • Formen Sie mit «sowohl … als auch» um: Sein Unterricht richtete sich nicht nur an Kinder, sondern auch an Erwachsene.
  • Verbinden Sie mit «weder … noch»: Viele Kinder konnten nicht lesen. Sie konnten auch nicht schreiben.
  • Deklinieren Sie: a) Wir lesen die Biografie dies___ groß___ Lehrer___. b) Die Schüler setzten das Werk ihr___ berühmt___ Lehrer___ fort. c) Wir lernen die Geschichte d___ alt___ Stadt Constantine.

Lösung

  • **I.1** a) Er wurde 1889 in Constantine geboren. b) Algerien war eine französische Kolonie, und nur wenige algerische Kinder konnten eine Schule besuchen. c) Er gründete 1931 mit anderen Gelehrten die Vereinigung der algerischen muslimischen Ulema. d) Ein Volk braucht Wissen und gute Schulen, wenn es eine bessere Zukunft haben will.
  • **I.2** a) Richtig: «Ben Badis war ein islamischer Gelehrter und ein engagierter Lehrer.» b) Falsch: «Sein Unterricht richtete sich nicht nur an Kinder, sondern auch an Erwachsene.» c) Falsch: «Ben Badis starb 1940, also lange vor der Unabhängigkeit Algeriens im Jahr 1962.» d) Richtig: «Diese Vereinigung eröffnete in vielen Städten und Dörfern Schulen».
  • **I.3** Vorschläge: «Ein Lehrer für ein ganzes Volk» oder «Bildung als Weg in die Zukunft».
  • **I.4** a-3, b-1, c-4, d-2.
  • **II.A** 1. lehrte 2. bekannt
  • **II.B** 1. Sein Unterricht richtete sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. 2. Viele Kinder konnten weder lesen noch schreiben. 3. a) dieses großen Lehrers b) ihres berühmten Lehrers c) der alten Stadt

> Achtung: «weder … noch» ist schon negativ. Man schreibt also nie «weder … noch nicht». Und der Gelehrte wird wie ein Adjektiv dekliniert: *der Gelehrte, ein Gelehrter, die Gelehrten*.

4. Zum Lesen: weitere Lebensläufe aus Deutschland und Algerien

Zum Lesen: weitere Lebensläufe aus Deutschland und Algerien

Kurze Porträts helfen beim Textverständnis und liefern Ideen für den Aufsatz. Lesen Sie die Texte und achten Sie auf die Verben im Präteritum.

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Johann Sebastian Bach wurde 1685 in Eisenach geboren. In seiner Familie gab es viele Musiker. Früh verlor er seine Eltern und lebte danach bei seinem älteren Bruder. Er wurde ein ausgezeichneter Organist. Ab 1723 arbeitete er als Kantor an der Thomaskirche in Leipzig und schrieb dort viele Kantaten. Weltbekannt sind auch seine «Brandenburgischen Konzerte». Bach starb 1750 in Leipzig.

Albert Einstein (1879–1955)

Albert Einstein wurde 1879 in Ulm geboren. Er war einer der größten Physiker des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Relativitätstheorie veränderte er unser Bild von Raum und Zeit. Für das Jahr 1921 erhielt er den Nobelpreis für Physik. Einstein liebte auch die Musik und spielte gern Geige. Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, kehrte er nicht mehr nach Deutschland zurück. Er lebte bis zu seinem Tod 1955 in den USA.

Hermann Hesse (1877–1962)

Hermann Hesse wurde 1877 in Calw geboren. Er schrieb Romane wie «Siddhartha» und «Der Steppenwolf». Ab 1912 lebte er in der Schweiz. 1946 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Er starb 1962 in der Schweiz.

Bertolt Brecht (1898–1956)

Bertolt Brecht wurde 1898 in Augsburg geboren. Er war Dichter und Theaterautor. Sein Stück «Die Dreigroschenoper» (1928) machte ihn bekannt. 1933 musste er Deutschland verlassen und lebte viele Jahre im Exil. 1949 gründete er mit seiner Frau Helene Weigel in Berlin das Theater «Berliner Ensemble». Er starb 1956 in Berlin.

Algerische Schriftsteller und Künstler

| Name | Lebensdaten | Beruf | Werk oder Ereignis | |---|---|---|---| | Emir Abdelkader | 1808–1883 | Kämpfer, Staatsmann und Dichter | führte von 1832 bis 1847 den Widerstand gegen die französische Kolonialmacht | | Moufdi Zakaria | 1908–1977 | Dichter | schrieb «Kassaman», die Nationalhymne Algeriens | | Mouloud Feraoun | 1913–1962 | Lehrer und Schriftsteller | Roman «Le Fils du pauvre» | | Mouloud Mammeri | 1917–1989 | Schriftsteller und Forscher | Roman «La Colline oubliée»; Forschung über die Sprache Tamazight | | Mohammed Dib | 1920–2003 | Schriftsteller | Roman «La Grande Maison» (1952) | | Mustapha Skandrani | 1920–2005 | Pianist und Musiker | andalusische Musik und Chaabi | | Kateb Yacine | 1929–1989 | Schriftsteller | Roman «Nedjma» (1956) | | Baya | 1931–1998 | Malerin | farbige Bilder von Frauen, Vögeln und Blumen | | Assia Djebar | 1936–2015 | Schriftstellerin und Filmemacherin | Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2000); Mitglied der Académie française (2005) |

Information: Musikfeste in Deutschland

  • Die **Bayreuther Festspiele** gibt es seit 1876. Jeden Sommer werden dort Opern von Richard Wagner aufgeführt.
  • In Bonn, der Geburtsstadt von Ludwig van Beethoven (1770–1827), findet jedes Jahr das **Beethovenfest** statt.

Aufgaben

1. Kombinieren Sie.

| Person | Beruf oder Werk | |---|---| | a) Moufdi Zakaria | 1) Physiker | | b) Baya | 2) Organist und Komponist | | c) Albert Einstein | 3) Dichter der Nationalhymne «Kassaman» | | d) Johann Sebastian Bach | 4) Malerin |

2. Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.

a) Einstein war Komponist. b) Hermann Hesse erhielt den Nobelpreis für Literatur. c) Brecht lebte immer in Deutschland. d) Bach arbeitete in Leipzig.

3. Fragen: a) Wer schrieb den Roman «Nedjma»? b) Was findet jedes Jahr in Bonn statt?

Lösung

  • **1.** a-3, b-4, c-1, d-2.
  • **2.** a) Falsch: «Er war einer der größten Physiker des 20. Jahrhunderts.» b) Richtig: «1946 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.» c) Falsch: «1933 musste er Deutschland verlassen und lebte viele Jahre im Exil.» d) Richtig: «Ab 1723 arbeitete er als Kantor an der Thomaskirche in Leipzig».
  • **3.** a) Kateb Yacine schrieb den Roman «Nedjma». b) In Bonn findet jedes Jahr das Beethovenfest statt.

5. Wortschatz: Künstler, Werke und Lebensstationen

Wortschatz: Künstler, Werke und Lebensstationen

In der Prüfung braucht man diesen Wortschatz für das Textverständnis, für die Aufgaben «Synonym» und «Gegenteil» und für den Aufsatz. Lernen Sie jedes Nomen immer mit Artikel und Plural.

1. Berufe: Wer macht was?

| Maskulinum (Plural) | Femininum | Was macht diese Person? | |---|---|---| | der Künstler (die Künstler) | die Künstlerin | schafft Kunst | | der Dichter (die Dichter) | die Dichterin | schreibt Gedichte | | der Schriftsteller (die Schriftsteller) | die Schriftstellerin | schreibt Romane und Erzählungen | | der Komponist (die Komponisten) | die Komponistin | komponiert Musik | | der Sänger (die Sänger) | die Sängerin | singt | | der Pianist (die Pianisten) | die Pianistin | spielt Klavier | | der Maler (die Maler) | die Malerin | malt Bilder | | der Schauspieler (die Schauspieler) | die Schauspielerin | spielt im Theater oder im Film | | der Gelehrte (die Gelehrten) | die Gelehrte | hat ein großes Wissen | | der Erzieher (die Erzieher) | die Erzieherin | erzieht Kinder und Jugendliche |

> Achtung: der Komponist und der Pianist gehören zur n-Deklination: *den Komponisten, dem Komponisten, des Komponisten*. Der Gelehrte wird wie ein Adjektiv dekliniert: *ein Gelehrter, der Gelehrte, die Gelehrten*.

2. Werke

| Nomen | Plural | Beispiel | |---|---|---| | das Werk | die Werke | Mozart hinterließ mehr als 600 Werke. | | das Gedicht | die Gedichte | Goethe schrieb viele Gedichte. | | der Roman | die Romane | Mohammed Dib schrieb mehrere Romane. | | das Theaterstück | die Theaterstücke | Brecht schrieb Theaterstücke. | | die Oper | die Opern | «Die Zauberflöte» ist eine Oper. | | die Sinfonie | die Sinfonien | Beethoven komponierte neun Sinfonien. | | das Gemälde | die Gemälde | Bayas Gemälde sind sehr farbig. | | der Preis | die Preise | Hesse erhielt einen wichtigen Preis. |

3. Verben für eine Biografie

| Infinitiv | Präteritum | Perfekt | |---|---|---| | aufwachsen | wuchs auf | ist aufgewachsen | | studieren | studierte | hat studiert | | schreiben | schrieb | hat geschrieben | | komponieren | komponierte | hat komponiert | | malen | malte | hat gemalt | | erhalten | erhielt | hat erhalten | | bekommen | bekam | hat bekommen | | veröffentlichen | veröffentlichte | hat veröffentlicht | | gründen | gründete | hat gegründet | | heiraten | heiratete | hat geheiratet | | ziehen (nach) | zog | ist gezogen | | zurückkehren | kehrte zurück | ist zurückgekehrt | | werden | wurde | ist geworden | | sterben | starb | ist gestorben | | hinterlassen | hinterließ | hat hinterlassen |

Für die Geburt schreibt man in einer Biografie: *Er wurde 1749 geboren.*

4. Adjektive, Synonyme und Gegenteile

  • **berühmt** = bekannt; weltberühmt = in der ganzen Welt bekannt
  • **begabt** = talentiert
  • **bedeutend** = wichtig
  • **bescheiden**, **fleißig**, **begeistert**
  • arm ↔ reich, jung ↔ alt, kurz ↔ lang, der Erfolg ↔ der Misserfolg

5. Wortfamilien

| Verb | Person | Sache | |---|---|---| | dichten | der Dichter | das Gedicht, die Dichtung | | schreiben | der Schriftsteller | die Schrift | | komponieren | der Komponist | die Komposition | | malen | der Maler | die Malerei, das Gemälde | | erziehen | der Erzieher | die Erziehung | | forschen | der Forscher | die Forschung |

6. Nützliche Ausdrücke

  • Er gilt als einer der größten Dichter seiner Zeit.
  • Sie wurde durch ihren ersten Roman bekannt.
  • Die Familie ging auf Tournee durch Europa.
  • Sie erhielt einen Preis für ihr Werk.
  • Er hinterließ zahlreiche Werke.

6. Zum Schreiben: Lebenslauf und Biografie

Zum Schreiben: Lebenslauf und Biografie

In der Prüfung heißt es oft: «Erzählen Sie kurz über einen Dichter, Schriftsteller oder Künstler, den Sie gern haben» oder «Anhand folgender Stichpunkte schreiben Sie eine Biografie». Hier lernen Sie Schritt für Schritt, wie man das macht.

1. Lebenslauf oder Biografie?

| | Tabellarischer Lebenslauf | Biografie | |---|---|---| | Form | Tabelle mit Daten und Stichpunkten | zusammenhängender Text | | Person | über sich selbst | meistens über eine andere Person (er/sie) | | Sprache | kurze Angaben, meistens ohne Verb | ganze Sätze im Präteritum | | Ziel | Bewerbung, Schule, Praktikum | Prüfung, Referat, Zeitung |

2. Der Aufbau einer Biografie

  • **Einleitung**: Wer ist die Person? Warum ist sie wichtig?
  • **Hauptteil**: Kindheit und Familie, Schule und Studium, Beruf und Werke, wichtige Ereignisse, immer in zeitlicher Reihenfolge.
  • **Schluss**: Tod, Bedeutung der Person heute und Ihre eigene Meinung.

3. Redemittel

| Lebensstation | Redemittel | |---|---| | Geburt | X wurde am 21. Juli 1920 in Tlemcen geboren. | | Kindheit | Er wuchs in einer einfachen Familie auf. / Sie verbrachte ihre Kindheit in … | | Ausbildung | Er besuchte die Schule in … / Sie studierte … an der Universität … | | Beruf | Er arbeitete als Lehrer. / Sie wurde Journalistin. | | Werke | Sein erster Roman erschien 1952. / Sie komponierte … | | Erfolg | Er wurde durch … bekannt. / Sie erhielt den … Preis. | | Tod | Er starb 2003 in … | | Bedeutung | Er gilt als … / Sein Werk ist bis heute wichtig. | | Meinung | Ich bewundere ihn, weil … / Meiner Meinung nach … |

Zeitangaben: zuerst, dann, danach, später, schließlich; mit zwanzig Jahren; nach dem Studium; von 1765 bis 1768; 1952 oder im Jahr 1952 (nie «in 1952»).

4. Musteraufgabe

«Anhand folgender Stichpunkte schreiben Sie eine Biografie von Mohammed Dib.»

  • 21. Juli 1920: in Tlemcen geboren
  • Lehrer, dann Journalist
  • 1952: erster Roman «La Grande Maison»
  • weitere Romane: «L'Incendie» (1954), «Le Métier à tisser» (1957)
  • ab 1959 in Frankreich
  • 2003 gestorben

Musterlösung

> Mohammed Dib ist einer der bekanntesten Schriftsteller Algeriens. Er wurde am 21. Juli 1920 in Tlemcen geboren und verbrachte dort seine Kindheit. > > Später arbeitete er als Lehrer und danach als Journalist. 1952 erschien sein erster Roman, «La Grande Maison». In diesem Buch erzählte er vom schweren Leben einer armen Familie in Tlemcen während der Kolonialzeit. Danach schrieb er zwei weitere Romane, «L'Incendie» (1954) und «Le Métier à tisser» (1957). Zusammen bilden die drei Bücher eine Trilogie. Ab 1959 lebte er in Frankreich, wo er noch viele Romane und Gedichte veröffentlichte. Er starb 2003 in Frankreich. > > Mohammed Dib gilt bis heute als einer der wichtigsten Autoren der algerischen Literatur. Ich bewundere ihn, weil er in seinen Büchern das Leben der einfachen Menschen zeigt.

5. Ein tabellarischer Lebenslauf (Beispiel)

| Angaben | | |---|---| | Name | Amina Saadi | | Geburtsdatum | 14. März 2009 | | Geburtsort | Sétif, Algerien | | 2015–2020 | Grundschule in Sétif | | 2020–2024 | Mittelschule in Sétif | | seit 2024 | Gymnasium, Fachrichtung Fremdsprachen | | Sprachen | Arabisch (Muttersprache), Französisch, Englisch, Deutsch | | Hobbys | Lesen, Musik, Basketball |

6. Typische Fehler

| Falsch | Richtig | |---|---| | Er wurde geboren in 1920. | Er wurde 1920 geboren. | | Er hat 2003 gestorben. | Er ist 2003 gestorben. / Er starb 2003. | | Er schreibte viele Romane. | Er schrieb viele Romane. | | 1952 er schrieb seinen ersten Roman. | 1952 schrieb er seinen ersten Roman. | | Er war ein berühmt Schriftsteller. | Er war ein berühmter Schriftsteller. | | Sie ist bekannt, weil sie schrieb schöne Gedichte. | Sie ist bekannt, weil sie schöne Gedichte schrieb. |

Bewertung in der Prüfung: Stil, Wortschatz, Rechtschreibung, Ideen und Grammatik. Als Richtwert schreiben Sie etwa 100 bis 150 Wörter und lesen Ihren Text am Ende noch einmal durch.

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