Massenmedien

محور «وسائل الإعلام» (Massenmedien): نصّان للقراءة على نمط البكالوريا عن الصحافة والإذاعة والتلفزيون ثم الإعلام الجديد (الإنترنت والشبكات الاجتماعية والهاتف الذكي)، مع لمحة عن الإعلام في ألمانيا والجزائر، ومعجم المحور، ونماذج محلولة للتعبير الكتابي.

يتكوّن الدرس من 5 أجزاء: 1. Lesetext: Die Massenmedien، 2. Lesetext: Neue Medien، 3. Landeskunde: Medien in Deutschland und Algerien، 4. Wortschatz: Rund um die Medien، 5. Zum Schreiben: Aufsätze zum Thema Medien.

1. Lesetext: Die Massenmedien

Lesetext: Die Massenmedien – ein Fenster zur Welt

Jeden Tag erfahren Millionen Menschen, was in ihrem Land und in der Welt passiert. Sie lesen die Zeitung, hören Radio oder sehen fern. Presse, Radio und Fernsehen nennt man Massenmedien, weil sie sehr viele Menschen gleichzeitig erreichen.

Die Presse ist das älteste Massenmedium. Nach der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg um 1450 konnte man Texte schneller und billiger vervielfältigen als früher. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erschienen in Europa die ersten Zeitungen. Im 20. Jahrhundert kamen das Radio und später das Fernsehen dazu.

Die Massenmedien haben wichtige Aufgaben. Sie sollen die Bürger informieren, damit diese sich eine eigene Meinung bilden können. Sie unterhalten die Menschen mit Filmen, Musik und Sport, und sie bilden sie mit Dokumentationen und Sprachkursen. In einer Demokratie kontrollieren freie Journalisten auch die Politiker. Deshalb nennt man die Presse oft die „vierte Gewalt“ im Staat.

Die Massenmedien haben aber auch Nachteile. Wer stundenlang vor dem Fernseher sitzt, bewegt sich zu wenig und liest kaum noch Bücher. Manche Sendungen zeigen viel Gewalt, und die Werbung verführt besonders Kinder zum Kaufen. Außerdem kann eine Zeitung, die nur einer Partei oder einem reichen Besitzer gehört, die Leser einseitig beeinflussen.

Die Massenmedien sind also weder gut noch schlecht. Es kommt darauf an, wie man sie benutzt. Ein kritischer Leser vergleicht verschiedene Quellen und glaubt nicht alles, was er liest oder hört.

Wörterliste (Deutsch – Französisch)

| Wort | Bedeutung | |---|---| | vervielfältigen | reproduire, copier en grand nombre | | die Gewalt | 1. le pouvoir (die vierte Gewalt) 2. la violence | | verführen zu + Dativ | inciter à, séduire | | der Besitzer, - | le propriétaire | | einseitig | partial, unilatéral | | beeinflussen | influencer | | die Quelle, -n | la source |

I. Textverständnis

1. Fragen zum Text

  • a) Warum nennt man Presse, Radio und Fernsehen „Massenmedien“?
  • b) Welche Aufgaben haben die Massenmedien? Nennen Sie drei.
  • c) Welche Gefahr kann eine Zeitung darstellen, die nur einem Besitzer gehört?
  • d) Erklären Sie den folgenden Satz: „Es kommt darauf an, wie man sie benutzt.“

> Lösung: a) Man nennt sie Massenmedien, weil sie sehr viele Menschen gleichzeitig erreichen. b) Sie informieren die Bürger, sie unterhalten die Menschen und sie bilden sie. c) Sie kann die Leser einseitig beeinflussen. d) Die Medien sind an sich weder gut noch schlecht; wichtig ist, ob man sie klug und kritisch nutzt oder ob man zu viel und ohne Nachdenken konsumiert.

2. Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.

| Aussage | Lösung | Zitat | |---|---|---| | a) Das Radio ist das älteste Massenmedium. | falsch | „Die Presse ist das älteste Massenmedium.“ | | b) Die Medien sollen den Bürgern helfen, sich eine Meinung zu bilden. | richtig | „Sie sollen die Bürger informieren, damit diese sich eine eigene Meinung bilden können.“ | | c) Viel Fernsehen hat keine Folgen für den Körper. | falsch | „Wer stundenlang vor dem Fernseher sitzt, bewegt sich zu wenig …“ | | d) Ein kritischer Leser benutzt mehrere Quellen. | richtig | „Ein kritischer Leser vergleicht verschiedene Quellen …“ |

3. Geben Sie dem Text einen anderen Titel.

> Lösung (Beispiele): *Die Medien: Nutzen und Gefahren* – *Presse, Radio und Fernsehen*.

4. Kombinieren Sie.

| A | B | |---|---| | a) Johannes Gutenberg | 1. mit Filmen, Musik und Sport | | b) die vierte Gewalt | 2. der Buchdruck um 1450 | | c) unterhalten | 3. mit Dokumentationen und Sprachkursen | | d) bilden | 4. die Presse |

> Lösung: a-2, b-4, c-1, d-3.

II. Sprachfähigkeit

A. Wortschatz

  • Ersetzen Sie den kursiv gedruckten Ausdruck durch sein Synonym aus dem Text: Die Massenmedien erreichen viele Menschen *zur gleichen Zeit*. – **Lösung:** gleichzeitig.
  • Ersetzen Sie das kursiv gedruckte Wort durch sein Gegenteil aus dem Text: Die Presse ist das *jüngste* Massenmedium. – **Lösung:** älteste.
  • Ergänzen Sie mit dem passenden Wort aus der Liste (Quellen – Werbung – Meinung – Sendungen): a) Die ___ verführt Kinder zum Kaufen. b) Ein kritischer Leser vergleicht verschiedene ___. c) Jeder Bürger soll sich eine eigene ___ bilden. d) Manche ___ zeigen viel Gewalt. – **Lösung:** a) Werbung, b) Quellen, c) Meinung, d) Sendungen.
  • Übersetzen Sie ins Arabische: „Die Massenmedien sind also weder gut noch schlecht.“ – Die Lösung steht in der arabischen Erklärung.

B. Grammatik

  • Ersetzen Sie den Ausdruck durch das passende Modalverb: Die Journalisten *sind in der Lage*, die Politiker zu kontrollieren. – **Lösung:** Die Journalisten **können** die Politiker kontrollieren.
  • Verbinden Sie mit „sowohl … als auch“: Die Zeitung informiert die Bürger. Das Fernsehen informiert die Bürger auch. – **Lösung:** **Sowohl** die Zeitung **als auch** das Fernsehen informieren die Bürger.
  • Setzen Sie ins Präteritum, dann ins Perfekt: Im 20. Jahrhundert kommt das Radio dazu. – **Lösung:** Im 20. Jahrhundert **kam** das Radio **dazu**. / Im 20. Jahrhundert **ist** das Radio **dazugekommen**.

> Achtung: „dazukommen“ bildet das Perfekt mit sein, weil es eine Bewegung (etwas kommt hinzu) ausdrückt.

2. Lesetext: Neue Medien

Lesetext: Leben im Netz

Vor dreißig Jahren schrieb man noch Briefe, und Nachrichten kamen aus der Zeitung oder aus dem Fernsehen. Heute trägt fast jeder Jugendliche ein Smartphone in der Tasche. Mit diesem kleinen Gerät kann man telefonieren, fotografieren, Musik hören, Filme sehen und im Internet surfen. Das World Wide Web wurde 1989 erfunden; heute nutzen rund zwei Drittel der Menschen auf der Welt das Internet (2023).

Die neuen Medien bieten viele Vorteile. Schüler finden in wenigen Sekunden Informationen für ihre Hausaufgaben oder lernen mit Videos und Online-Kursen. Über soziale Netzwerke bleiben Freunde und Familien miteinander in Kontakt, auch wenn sie in verschiedenen Ländern leben. Jeder kann selbst Texte, Fotos und Videos veröffentlichen. So ist man nicht nur Leser oder Zuschauer, sondern auch Autor.

Doch das Netz hat auch Schattenseiten. Im Internet verbreiten sich Falschmeldungen sehr schnell, denn niemand prüft sie, bevor sie geteilt werden. Viele Nutzer geben persönliche Daten preis, ohne an die Folgen zu denken. Einige Jugendliche werden im Netz beleidigt oder gemobbt. Andere können ihr Handy nicht mehr aus der Hand legen: Sie schlafen schlecht, und ihre Noten werden schlechter. Fachleute sprechen dann von Mediensucht.

Was sollte man also tun? Eltern und Lehrer sollten Kindern früh zeigen, wie man Informationen prüft. Jeder Nutzer sollte sein Passwort schützen und nicht alles posten, was er erlebt. Wenn wir die neuen Medien bewusst nutzen würden, hätten wir mehr Vorteile als Nachteile. Das Smartphone ist ein gutes Werkzeug – aber es darf nicht unser Leben bestimmen.

Wörterliste (Deutsch – Französisch)

| Wort | Bedeutung | |---|---| | das Gerät, -e | l'appareil | | veröffentlichen | publier | | die Falschmeldung, -en | la fausse nouvelle (fake news) | | preisgeben (gibt preis) | livrer, révéler | | mobben | harceler | | die Sucht, Süchte | la dépendance, l'addiction | | bewusst | consciemment, de façon réfléchie |

I. Textverständnis

1. Fragen zum Text

  • a) Was kann man mit einem Smartphone machen?
  • b) Welche Vorteile haben die neuen Medien für Schüler?
  • c) Warum verbreiten sich Falschmeldungen im Internet so schnell?
  • d) Erklären Sie den folgenden Satz: „Das Smartphone ist ein gutes Werkzeug – aber es darf nicht unser Leben bestimmen.“

> Lösung: a) Man kann damit telefonieren, fotografieren, Musik hören, Filme sehen und im Internet surfen. b) Sie finden schnell Informationen für ihre Hausaufgaben und lernen mit Videos und Online-Kursen. c) Sie verbreiten sich so schnell, weil niemand sie prüft, bevor sie geteilt werden. d) Das Smartphone soll uns helfen; wir sollen es benutzen, aber wir dürfen nicht von ihm abhängig werden.

2. Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.

| Aussage | Lösung | Zitat | |---|---|---| | a) Das World Wide Web gibt es seit dem 19. Jahrhundert. | falsch | „Das World Wide Web wurde 1989 erfunden.“ | | b) Im Internet kann jeder selbst Inhalte veröffentlichen. | richtig | „Jeder kann selbst Texte, Fotos und Videos veröffentlichen.“ | | c) Mediensucht hat keine Folgen für die Schule. | falsch | „… und ihre Noten werden schlechter.“ | | d) Eltern und Lehrer haben eine wichtige Aufgabe. | richtig | „Eltern und Lehrer sollten Kindern früh zeigen, wie man Informationen prüft.“ |

3. Geben Sie dem Text einen anderen Titel.

> Lösung (Beispiele): *Die neuen Medien: Chancen und Gefahren* – *Das Smartphone in unserem Alltag*.

4. Kombinieren Sie.

| A | B | |---|---| | a) das Smartphone | 1. eine Nachricht, die nicht stimmt | | b) die Falschmeldung | 2. Man muss es schützen. | | c) die Mediensucht | 3. ein kleines Gerät mit vielen Funktionen | | d) das Passwort | 4. Man kann das Handy nicht mehr aus der Hand legen. |

> Lösung: a-3, b-1, c-4, d-2.

II. Sprachfähigkeit

A. Wortschatz

  • Synonym aus dem Text: Lehrer zeigen den Kindern, wie man Informationen *kontrolliert*. – **Lösung:** prüft.
  • Gegenteil aus dem Text: Ihre Noten werden *besser*. – **Lösung:** schlechter.
  • Übersetzen Sie ins Arabische: „Im Internet verbreiten sich Falschmeldungen sehr schnell.“ – Die Lösung steht in der arabischen Erklärung.

B. Grammatik

  • Modalverb: Jeder Nutzer *hat die Möglichkeit*, eigene Videos zu veröffentlichen. – **Lösung:** Jeder Nutzer **kann** eigene Videos veröffentlichen.
  • Formen Sie mit „sowohl … als auch“ um: Man ist nicht nur Leser, sondern auch Autor. – **Lösung:** Man ist **sowohl** Leser **als auch** Autor.
  • Konjunktiv II: Wenn wir die Medien bewusst nutzen, haben wir mehr Vorteile. – **Lösung:** Wenn wir die Medien bewusst nutzen **würden**, **hätten** wir mehr Vorteile.
  • Passiv: Niemand prüft die Falschmeldungen. – **Lösung:** Die Falschmeldungen **werden** nicht **geprüft**.

> Achtung: Man kann auch sagen: „Die Falschmeldungen werden von niemandem geprüft.“ Einfacher ist aber die Verneinung mit nicht.

3. Landeskunde: Medien in Deutschland und Algerien

Landeskunde: Medien in Deutschland und Algerien

Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland

In Deutschland erscheinen sehr viele Zeitungen. Man unterscheidet Tageszeitungen (sie erscheinen jeden Tag), Wochenzeitungen und Zeitschriften (auch Magazine genannt). Außerdem gibt es überregionale Zeitungen, die man im ganzen Land liest, und regionale Zeitungen für eine Stadt oder eine Region.

| Titel | Art | Sitz | Was ist typisch? | |---|---|---|---| | Süddeutsche Zeitung | Tageszeitung | München | Qualitätszeitung, viele Hintergrundartikel | | Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) | Tageszeitung | Frankfurt am Main | Qualitätszeitung, stark in Politik und Wirtschaft | | Bild | Boulevardzeitung | Berlin | die meistverkaufte Tageszeitung Deutschlands; große Schlagzeilen, viele Fotos | | Die Zeit | Wochenzeitung | Hamburg | lange Artikel, Analysen und Debatten | | Der Spiegel | Nachrichtenmagazin | Hamburg | erscheint seit 1947 jede Woche |

Qualitätszeitung oder Boulevardzeitung? Eine Qualitätszeitung trennt die Nachricht vom Kommentar und erklärt die Hintergründe. Eine Boulevardzeitung will vor allem Aufmerksamkeit: Sie bringt Sensationen, Skandale und Sport mit großen Bildern und kurzen Texten.

Die Teile einer Zeitung heißen Rubriken (oder Ressorts): Politik, Wirtschaft, Kultur (das Feuilleton), Sport, Lokales, Wetter und Anzeigen.

Radio und Fernsehen in Deutschland

Deutschland hat ein duales System, das heißt zwei Arten von Sendern:

  • Die **öffentlich-rechtlichen** Sender, vor allem die **ARD** („Das Erste“) und das **ZDF** in Mainz, werden hauptsächlich durch den **Rundfunkbeitrag** finanziert, den die Haushalte bezahlen. Sie haben einen Auftrag: Sie sollen informieren, bilden und unterhalten. Die bekannteste Nachrichtensendung ist die **Tagesschau** der ARD. Es gibt sie seit 1952; ihre Hauptausgabe läuft jeden Abend um 20 Uhr.
  • Die **privaten** Sender, zum Beispiel RTL, Sat.1 oder ProSieben, finanzieren sich vor allem durch **Werbung**.
  • Die **Deutsche Welle** ist der Auslandssender Deutschlands. Ihr Sitz ist in Bonn. Sie sendet in rund 30 Sprachen, auch auf Arabisch.

Sendungsarten

  • **die Nachrichten**: kurze Informationen über die wichtigsten Ereignisse des Tages
  • **die Reportage**: ein Journalist berichtet direkt vom Ort des Geschehens
  • **die Dokumentation**: ein längerer Film über Natur, Geschichte oder Wissenschaft
  • **die Talkshow**: Gäste diskutieren über ein Thema
  • **die Serie**: eine Geschichte in vielen Folgen
  • **der Spielfilm**: ein Film mit Schauspielern
  • **die Quizsendung**: Kandidaten beantworten Fragen und können etwas gewinnen

Die Pressefreiheit

Im Grundgesetz, der deutschen Verfassung, garantiert Artikel 5 die Meinungsfreiheit und die Pressefreiheit. Dort steht: „Eine Zensur findet nicht statt.“ Am 3. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. An diesem Tag erinnert man daran, dass Journalisten in vielen Ländern nicht frei arbeiten können.

Medien in Algerien

Algerien ist ein mehrsprachiges Land, und das sieht man auch an seinen Medien. Es gibt Tageszeitungen auf Arabisch, zum Beispiel *Ech-Chaab* und *El Khabar*, und auf Französisch, zum Beispiel *El Moudjahid*. Die drei bekanntesten nationalen Programme des staatlichen Radios senden auf Arabisch (Chaîne 1), auf Tamazight (Chaîne 2) und auf Französisch (Chaîne 3). Dazu kommen viele regionale Radiosender in den Wilayas. Das staatliche Fernsehen hat mehrere Kanäle, darunter einen auf Tamazight, und seit einigen Jahren gibt es auch private Fernsehsender. Am 22. Oktober feiert Algerien den Nationalen Tag der Presse. Auch die algerische Verfassung schützt die Pressefreiheit.

> Achtung: Bei „Der Spiegel“ und „Die Zeit“ gehört der Artikel zum Titel. Nach einer Präposition wird er dekliniert: Ich lese einen Artikel im Spiegel und in der Zeit.

4. Wortschatz: Rund um die Medien

Wortschatz: Rund um die Medien

1. Wichtige Nomen

| Nomen | Plural | Beispiel | |---|---|---| | das Medium | die Medien | Das Internet ist ein neues Medium. | | die Presse | – | Die Presse berichtet über die Wahlen. | | die Zeitung | die Zeitungen | Mein Vater liest jeden Morgen die Zeitung. | | die Zeitschrift | die Zeitschriften | Diese Zeitschrift erscheint jede Woche. | | der Artikel | die Artikel | Der Artikel ist sehr interessant. | | die Schlagzeile | die Schlagzeilen | Die Schlagzeile steht auf der ersten Seite. | | der Journalist | die Journalisten | Der Journalist schreibt einen Bericht. | | der Leser | die Leser | Die Leser schreiben Briefe an die Zeitung. | | der Hörer | die Hörer | Viele Hörer rufen beim Radio an. | | der Zuschauer | die Zuschauer | Die Zuschauer sehen ein Fußballspiel. | | der Sender | die Sender | Dieser Sender bringt viele Filme. | | die Sendung | die Sendungen | Die Sendung beginnt um 20 Uhr. | | die Nachricht | die Nachrichten | Hast du die Nachrichten gehört? | | die Werbung | – | Die Werbung unterbricht den Film. | | der Nutzer | die Nutzer | Das Netzwerk hat Millionen Nutzer. | | der Bildschirm | die Bildschirme | Er sitzt den ganzen Tag vor dem Bildschirm. |

2. Wichtige Verben

| Verb | Präteritum | Perfekt | Beispiel | |---|---|---|---| | erscheinen | erschien | ist erschienen | Die Zeitung erscheint täglich. | | senden | sendete | hat gesendet | Das Radio sendet Musik. | | berichten (über + Akk.) | berichtete | hat berichtet | Die Zeitung berichtet über das Spiel. | | veröffentlichen | veröffentlichte | hat veröffentlicht | Er veröffentlicht ein Video. | | fernsehen | sah fern | hat ferngesehen | Wir sehen abends fern. | | herunterladen | lud herunter | hat heruntergeladen | Sie lädt eine App herunter. | | unterhalten | unterhielt | hat unterhalten | Die Show unterhält die Zuschauer. | | beeinflussen | beeinflusste | hat beeinflusst | Die Werbung beeinflusst die Kinder. |

3. Wortbildung: Wortfamilien

  • informieren → **die Information** → informativ
  • unterhalten → **die Unterhaltung** → unterhaltsam
  • senden → **die Sendung**, **der Sender**
  • werben → **die Werbung**
  • berichten → **der Bericht**
  • veröffentlichen → **die Veröffentlichung**
  • zuschauen → **der Zuschauer**; lesen → **der Leser**; hören → **der Hörer**
  • abhängig → **die Abhängigkeit**; süchtig ← **die Sucht**

Komposita: der Tag + die Zeitung → die Tageszeitung; das Fernsehen + die Sendung → die Fernsehsendung; die Presse + die Freiheit → die Pressefreiheit; die Meinung + die Freiheit → die Meinungsfreiheit. Das Genus kommt immer vom letzten Wort.

4. Synonyme und Gegenteile

| Wort | Synonym | Gegenteil | |---|---|---| | der Vorteil | der Nutzen | der Nachteil | | objektiv | sachlich | einseitig, subjektiv | | interessant | spannend | langweilig | | bekannt | berühmt | unbekannt | | zunehmen | steigen | abnehmen | | aktiv | tätig | passiv |

5. Verben und Adjektive mit Präpositionen

  • **berichten über** + Akkusativ: Die Zeitung berichtet über den Umweltschutz.
  • **sich informieren über** + Akkusativ: Ich informiere mich über die Nachrichten des Tages.
  • **sich interessieren für** + Akkusativ: Er interessiert sich für Politik.
  • **abhängig sein von** + Dativ: Viele Jugendliche sind von ihrem Handy abhängig.
  • **Einfluss haben auf** + Akkusativ: Das Fernsehen hat großen Einfluss auf die Kinder.
  • **warnen vor** + Dativ: Die Lehrer warnen vor Falschmeldungen.

6. Nützliche Ausdrücke

eine Zeitung abonnieren – die Nachrichten hören – im Internet surfen – eine Nachricht teilen – Informationen prüfen – sich eine Meinung bilden – vor dem Bildschirm sitzen – eine wichtige Rolle spielen.

Achtung: typische Fehler

  • **das Fernsehen** ist das Medium, **der Fernseher** ist das Gerät: Ich sehe gern fern, aber unser Fernseher ist kaputt.
  • **das Medium**, Plural **die Medien** (nicht „die Mediums“).
  • **fernsehen** ist trennbar: Ich **sehe** jeden Abend **fern**. Ich habe gestern **ferngesehen**.
  • **der Journalist** gehört zur n-Deklination: Ich spreche mit **dem Journalisten**.
  • **die Nachricht** ist eine einzelne Information. Mit **den Nachrichten** meint man auch die Sendung im Radio oder im Fernsehen.

5. Zum Schreiben: Aufsätze zum Thema Medien

Zum Schreiben: Aufsätze zum Thema Medien

Im Abitur wählen Sie eines von zwei Themen. Thema 1 ist oft eine offene Frage („Was meinen Sie? Begründen Sie Ihre Antwort mit Beispielen“), Thema 2 ein Aufsatz nach Stichpunkten. Bewertet werden Stil, Wortschatz, Rechtschreibung, Ideen und Grammatik.

Der Aufbau

  • **Einleitung** (2–3 Sätze): Thema vorstellen, eine Frage stellen.
  • **Hauptteil**: Argumente mit Beispielen; bei Stichpunkten jeden Punkt behandeln.
  • **Schluss**: die eigene Meinung, ein Rat oder ein Wunsch. Keine neuen Argumente.

Redemittel

| Funktion | Ausdrücke | |---|---| | Meinung | Meiner Meinung nach … / Ich finde, dass … / Ich bin der Meinung, dass … | | Argumente ordnen | Zuerst … / Außerdem … / Dazu kommt, dass … / Schließlich … | | abwägen | Einerseits … andererseits … / Zwar … aber … / Sowohl … als auch … | | Beispiel | Zum Beispiel … / So kann man etwa … | | Rat (Konjunktiv II) | Man sollte … / Es wäre besser, wenn … / An deiner Stelle würde ich … | | Schluss | Zusammenfassend kann man sagen, dass … / Zum Schluss … |

Thema 1: Fernsehen oder Buch?

*Was würden Sie wählen: immer vor dem Fernseher sitzen oder ein Buch lesen? Begründen Sie Ihre Antwort mit Beispielen.*

> Heute verbringen viele Jugendliche ihre Freizeit vor dem Bildschirm. Doch was ist besser: fernsehen oder ein Buch lesen? > > Zwar ist das Fernsehen bequem und unterhaltsam, aber es macht uns oft passiv. Man sieht die Bilder, ohne selbst nachzudenken. Außerdem bewegt man sich zu wenig, wenn man stundenlang fernsieht. Ein Buch dagegen regt die Fantasie an. Beim Lesen stellt man sich die Personen und die Orte selbst vor. Man lernt auch neue Wörter und schreibt deshalb besser. Natürlich gibt es auch gute Sendungen, zum Beispiel Dokumentationen über Natur und Geschichte. > > Ich würde also das Buch wählen, aber ich würde nicht ganz auf das Fernsehen verzichten. Am besten wäre es, jeden Tag eine Stunde zu lesen und nur ausgewählte Sendungen zu sehen.

Thema 2: Das Fernsehen, ein wichtiges Medium

*Das Fernsehen ermöglicht uns, viele verschiedene Programme zu sehen. Schreiben Sie anhand folgender Stichpunkte einen Aufsatz: Kommunikationsmittel – reiches Programm – Informationen – Reportagen – Filme.*

> Das Fernsehen ist eines der wichtigsten Kommunikationsmittel unserer Zeit. In Algerien wie in Deutschland sehen jeden Abend Millionen Menschen fern. > > Das Fernsehen bietet ein reiches Programm für alle Altersgruppen: Kindersendungen, Sport, Musik und Quizsendungen. Vor allem informiert es uns schnell. In den Nachrichten sehen wir, was in der Welt passiert, oft sogar live. Reportagen zeigen uns fremde Länder und ihre Probleme, zum Beispiel die Wüstenbildung in der Sahelzone. So lernen wir viel, ohne das Haus zu verlassen. Außerdem kann man spannende Filme sehen und sich nach einem langen Tag entspannen. > > Trotzdem darf man nicht vergessen, dass zu viel Fernsehen der Gesundheit schadet. Meiner Meinung nach ist das Fernsehen sowohl ein Fenster zur Welt als auch eine Schule für alle, wenn man die Sendungen gut auswählt.

Thema 3: Die Rolle der Massenmedien

*Welche Rolle spielen die Massenmedien in unserem Leben? Stichpunkte: Information – Bildung – Unterhaltung – Gefahren.*

> Zeitung, Radio, Fernsehen und Internet begleiten uns jeden Tag. Welche Rolle spielen sie eigentlich? > > Zuerst informieren die Medien uns über Politik, Wirtschaft und Sport. Sie können die Bürger auch warnen, zum Beispiel vor einem Sturm oder vor einer Krankheit. Außerdem bilden sie uns: Viele Schüler lernen mit Dokumentationen und Online-Kursen. Dazu kommt die Unterhaltung durch Musik, Filme und Spiele. Die Medien bringen aber auch Gefahren mit sich. Falschmeldungen verbreiten sich schnell, und einige Jugendliche werden süchtig nach ihrem Handy. > > Zusammenfassend kann man sagen, dass die Medien unverzichtbar sind. Man sollte sie aber kritisch nutzen und nicht alles glauben.

Thema 4: Eine E-Mail an einen Brieffreund

*Ihr deutscher Brieffreund Jonas fragt Sie, welche Medien die Jugendlichen in Algerien benutzen. Antworten Sie ihm.*

> Lieber Jonas, > > vielen Dank für deine E-Mail! Du möchtest wissen, welche Medien wir hier benutzen. Die meisten Jugendlichen haben ein Smartphone. Wir sehen Videos, hören Musik und sind in sozialen Netzwerken aktiv. Zeitungen lesen eher unsere Eltern. Abends sieht die ganze Familie oft zusammen fern, besonders bei Fußballspielen. Ich selbst höre gern Radio, wenn ich lerne. > > Und du? Welche Medien benutzt du am meisten? Schreib mir bald! > > Viele Grüße > > Amine

> Achtung: Nach der Anrede („Lieber Jonas,“) beginnt die erste Zeile klein, denn die Anrede endet mit einem Komma.

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