Possessiv- und Demonstrativartikel

«أدوات الملكية والإشارة»: يتعلّم التلميذ أدوات الملكية (mein, dein, sein, ihr, unser, euer, Ihr) وأدوات الإشارة والسؤال والتعميم (dieser, jener, jeder, welcher, alle, derselbe) وتصريفها في الحالات الأربع، واستعمالها أدوات قبل الاسم وضمائر تنوب عنه، ثم يطبّقها في كتابة سِيَر الأدباء والفنانين.

يتكوّن الدرس من 5 أجزاء: 1. Die Possessivartikel: Wem gehört das?، 2. Die Deklination der Possessivartikel، 3. Die der-Wörter: dieser, jener, jeder, welcher, alle، 4. Artikelwörter als Pronomen، 5. Anwendung: Artikelwörter in Biografien.

1. Die Possessivartikel: Wem gehört das?

Wem gehört das?

Mit einem Possessivartikel sagt man, wem etwas gehört oder zu wem jemand gehört: *mein Buch, deine Schwester, sein Vater, ihre Romane*. Der Possessivartikel steht wie der unbestimmte Artikel *ein* direkt vor dem Nomen und ersetzt ihn. Man sagt also nicht *ein mein Buch*, sondern nur *mein Buch*.

Jede Person hat ihren eigenen Possessivartikel. Die richtige Form findet man mit zwei Fragen, die man immer nacheinander stellt.

Die Formen im Überblick

| Personalpronomen | Possessivartikel | Beispiel | |---|---|---| | ich | mein | *Das ist mein Bruder.* | | du | dein | *Ist das dein Heft?* | | er | sein | *Er besucht seine Mutter.* | | sie (Singular) | ihr | *Sie ruft ihren Vater an.* | | es | sein | *Das Kind sucht sein Spielzeug.* | | wir | unser | *Unser Lehrer kommt aus Oran.* | | ihr | euer | *Wo ist eure Schule?* | | sie (Plural) | ihr | *Die Schüler zeigen ihre Hefte.* | | Sie (höflich) | Ihr | *Wie ist Ihr Name, bitte?* |

Zwei Fragen, zwei Entscheidungen

  • **Wer ist der Besitzer?** Davon hängt der Stamm ab: *mein, dein, sein, ihr, unser, euer* oder *Ihr*.
  • **Welches Nomen folgt?** Genus, Zahl und Kasus dieses Nomens bestimmen die Endung: *sein Vater, seine Mutter, sein Haus, seine Eltern*.

Drei Beispiele mit Analyse:

  • *Karim liest sein Buch.* Der Besitzer ist Karim, also **sein**; *das Buch* ist neutral, also keine Endung.
  • *Amina liest ihr Buch.* Die Besitzerin ist Amina, also **ihr**; das Nomen ist dasselbe, also bleibt die Endung gleich.
  • *Karim besucht seine Tante.* Der Besitzer ist Karim, also **sein**; *die Tante* ist feminin, also kommt die Endung **-e** dazu: *seine*.

sein oder ihr?

Das ist der häufigste Fehler. Im Französischen sagt man *son père* für einen Mann und für eine Frau, denn dort entscheidet das Nomen. Im Deutschen entscheidet aber der Besitzer:

  • Der Besitzer ist maskulin oder neutral (er, es): **sein**. *Goethe und sein Vater*, *das Kind und seine Mutter*.
  • Die Besitzerin ist feminin (sie, Singular): **ihr**. *Assia Djebar und ihr Vater*, *die Stadt und ihre Einwohner*.
  • Es gibt mehrere Besitzer (sie, Plural): **ihr**. *Die Eltern lieben ihre Kinder.* *Die Schüler packen ihre Taschen.*

Auch Sachen haben ein Genus: *der Baum und seine Blätter*, *die Firma und ihre Mitarbeiter*, *das Land und seine Flüsse*.

Ihr oder ihr?

  • **Ihr** mit großem I ist die Höflichkeitsform, für eine oder mehrere Personen, die man siezt: *Herr Benali, ist das Ihr Auto?*
  • **ihr** mit kleinem i bedeutet „von ihr“ oder „von ihnen“: *Frau Benali sucht ihr Auto.*

Das kleine Wort *ihr* hat übrigens drei Aufgaben: Personalpronomen (*Kommt ihr morgen?*), Dativ von *sie* (*Ich helfe ihr.*) und Possessivartikel (*ihr Buch*). Nur der Possessivartikel steht vor einem Nomen.

unser und euer

  • Bei *unser* gehört das *-er* zum Stamm, es ist keine Endung: *unser Vater, unser Haus, unsere Mutter, unsere Freunde*.
  • *euer* verliert vor einer Endung das zweite *e*: *euer Vater, euer Haus*, aber *eure Mutter, eure Kinder*.

Achtung: typische Fehler

| Falsch | Richtig | Warum? | |---|---|---| | *Die Schülerin vergisst sein Heft.* | *Die Schülerin vergisst ihr Heft.* | Die Besitzerin ist eine Frau. | | *Der Lehrer und ihre Schüler* | *Der Lehrer und seine Schüler* | Der Besitzer ist ein Mann. | | *Unsere Haus ist groß.* | *Unser Haus ist groß.* | *das Haus*: im Nominativ keine Endung. | | *Euer Schwester wartet.* | *Eure Schwester wartet.* | *die Schwester* ist feminin. | | *Frau Haddad, wo wohnt ihr Sohn?* | *Frau Haddad, wo wohnt Ihr Sohn?* | Man spricht Frau Haddad höflich an. |

Weitere Beispiele

  • *Mein Freund wohnt in Annaba, aber seine Familie kommt aus Biskra.*
  • *Deine Schwester spricht sehr gut Deutsch.*
  • *Mozart und seine Schwester Nannerl spielten als Kinder vor Königen.*
  • *Ben Badis widmete sein Leben der Bildung.*
  • *Unsere Klasse hat einen neuen Deutschlehrer.*
  • *Habt ihr eure Hausaufgaben schon gemacht?*
  • *Algier ist für seine weißen Häuser bekannt.*

2. Die Deklination der Possessivartikel

Die Regel: wie ein und kein

Possessivartikel haben im Singular dieselben Endungen wie *ein* und im Plural dieselben Endungen wie *kein*. Wer *ein* und *kein* deklinieren kann, kann also auch *mein, sein, ihr* und *unser* deklinieren. Der Stamm zeigt den Besitzer, die Endung zeigt Genus, Zahl und Kasus des Nomens.

Die Tabelle mit mein

| Kasus | maskulin | neutral | feminin | Plural | |---|---|---|---|---| | Nominativ | mein Vater | mein Kind | meine Mutter | meine Eltern | | Akkusativ | meinen Vater | mein Kind | meine Mutter | meine Eltern | | Dativ | meinem Vater | meinem Kind | meiner Mutter | meinen Eltern | | Genitiv | meines Vaters | meines Kindes | meiner Mutter | meiner Eltern |

Nur die Endungen

| Kasus | maskulin | neutral | feminin | Plural | |---|---|---|---|---| | Nominativ | (keine) | (keine) | -e | -e | | Akkusativ | -en | (keine) | -e | -e | | Dativ | -em | -em | -er | -en | | Genitiv | -es | -es | -er | -er |

Drei Merksätze helfen beim Lernen:

  • Nominativ und Akkusativ sind gleich, nur nicht beim Maskulinum: *mein Vater* (Nominativ), *meinen Vater* (Akkusativ).
  • Maskulinum und Neutrum sind im Dativ und im Genitiv gleich: *meinem Vater, meinem Kind*; *meines Vaters, meines Kindes*.
  • Die Form auf **-er** steht im Dativ feminin und im Genitiv feminin und Plural: *mit meiner Mutter, das Auto meiner Mutter, das Haus meiner Eltern*.

Alle Possessivartikel in den wichtigsten Formen

| Person | feminin / Plural (Nom., Akk.) | maskulin (Akk.) | mask. / neutr. (Dat.) | feminin (Dat.) | |---|---|---|---|---| | ich | meine | meinen | meinem | meiner | | du | deine | deinen | deinem | deiner | | er, es | seine | seinen | seinem | seiner | | sie | ihre | ihren | ihrem | ihrer | | wir | unsere | unseren | unserem | unserer | | ihr | eure | euren | eurem | eurer | | Sie | Ihre | Ihren | Ihrem | Ihrer |

Wie findet man den Kasus?

  • Das Subjekt steht im **Nominativ**: *Sein Vater war Musiker.*
  • Das direkte Objekt steht im **Akkusativ**: *Er liebte seinen Vater.*
  • Nach Verben wie *helfen, danken, gehören, gefallen* steht der **Dativ**: *Sie hilft ihrer Mutter.*
  • Nach *aus, bei, mit, nach, seit, von, zu* steht der **Dativ**: *mit seinem Vater, bei ihrer Tante*.
  • Nach *durch, für, gegen, ohne, um* steht der **Akkusativ**: *für seine Familie, ohne ihren Bruder*.
  • Nach *wegen, trotz, während* und für den Besitz steht der **Genitiv**: *wegen seiner Krankheit, das Haus seines Vaters*.

Das Nomen nicht vergessen

  • Im Dativ Plural bekommt das Nomen ein **-n**: *mit ihren Kindern, von seinen Freunden*. Ausnahme: Nomen, deren Plural auf *-s* oder *-n* endet: *mit seinen Autos, mit ihren Schwestern*.
  • Im Genitiv maskulin und neutral bekommt das Nomen **-s** oder **-es**: *das Leben seines Vaters, das Ende ihres Lebens*.
  • Nomen der n-Deklination enden außer im Nominativ Singular auf **-n** oder **-en**: *Ich frage meinen Kollegen. Er spricht mit seinem Nachbarn.*

Possessivartikel und Adjektiv

Nach einem Possessivartikel bekommt das Adjektiv dieselben Endungen wie nach *ein*: *mein alter Lehrer, ihr bekanntestes Werk, mit seiner jüngeren Schwester*. Im Plural endet das Adjektiv nach einem Possessivartikel immer auf -en: *seine berühmten Romane, mit ihren kleinen Kindern*. Die ganze Adjektivdeklination folgt in der Grammatiklektion.

Beispiele aus dem Alltag und aus Biografien

  • *Mozart reiste als Kind mit seinem Vater und seiner Schwester durch Europa.*
  • *Goethe studierte auf Wunsch seines Vaters Jura in Leipzig.*
  • *Ich schreibe meiner Brieffreundin in Berlin eine E-Mail.*
  • *Wir danken unserem Lehrer für seine Hilfe.*
  • *Die Schüler sprechen mit ihren Eltern über ihre Zukunft.*
  • *Wegen ihrer Krankheit blieb die Schülerin zu Hause.*
  • *Kennst du die Adresse eures Lehrers?*
  • *Habt ihr euren Großvater besucht?*
  • *Frau Meier, wir danken Ihnen für Ihre Geduld.*

Achtung: typische Fehler

| Falsch | Richtig | Warum? | |---|---|---| | *Ich besuche mein Onkel.* | *Ich besuche meinen Onkel.* | Akkusativ maskulin: -en | | *Er wohnt bei seine Eltern.* | *Er wohnt bei seinen Eltern.* | *bei* + Dativ Plural | | *Sie spricht mit ihrem Mutter.* | *Sie spricht mit ihrer Mutter.* | Dativ feminin: -er | | *das Auto seines Schwester* | *das Auto seiner Schwester* | Genitiv feminin: -er | | *Er kauft ein Geschenk für seinem Bruder.* | *Er kauft ein Geschenk für seinen Bruder.* | *für* + Akkusativ | | *mit unseren Freunde* | *mit unseren Freunden* | Dativ Plural: Nomen mit -n |

3. Die der-Wörter: dieser, jener, jeder, welcher, alle

Die Regel: Endungen wie der, die, das

Die Wörter *dieser, jener, jeder, welcher* und *alle* stehen vor einem Nomen wie der bestimmte Artikel. Sie heißen deshalb oft der-Wörter, denn ihre Endungen sind die Endungen von *der, die, das*. Es gibt nur einen kleinen Unterschied: Im Neutrum heißt es *das*, aber *dieses* mit -es.

Die Tabelle mit dieser

| Kasus | maskulin | neutral | feminin | Plural | |---|---|---|---|---| | Nominativ | dieser Roman | dieses Buch | diese Stadt | diese Werke | | Akkusativ | diesen Roman | dieses Buch | diese Stadt | diese Werke | | Dativ | diesem Roman | diesem Buch | dieser Stadt | diesen Werken | | Genitiv | dieses Romans | dieses Buches | dieser Stadt | dieser Werke |

Vergleichen Sie mit dem bestimmten Artikel: der/dieser, den/diesen, dem/diesem, des/dieses, die/diese. Der letzte Buchstabe ist immer derselbe. Genauso dekliniert man *jener, jeder, welcher* und auch *mancher* und *solcher*.

Die Bedeutungen

  • **dieser** zeigt auf etwas Nahes oder schon Genanntes: *Dieses Buch ist spannend.* *Goethe schrieb den „Faust“. An diesem Werk arbeitete er fast sein ganzes Leben.*
  • **jener** zeigt auf etwas Fernes. Man findet es heute vor allem in der Schriftsprache, oft im Gegensatz zu *dieser*: *Dieses Bild gefällt mir besser als jenes.* *In jener Zeit gab es noch kein Internet.*
  • **jeder** bedeutet: alle Einzelnen, einer nach dem anderen. Es steht **nur im Singular**: *Jeder Schüler hat ein Buch.* *Jedes Jahr fahren wir nach Tipaza.* *Er übt jeden Tag.*
  • **alle** ist die Pluralform zu *jeder*: *Alle Schüler haben ein Buch.* *Ich danke allen Lehrern.*
  • **welcher** fragt nach einer Auswahl: *Welches Buch liest du?* *In welcher Stadt wurde Mozart geboren?* *Mit welchem Bus fährst du?*

jeder und alle

| Kasus | maskulin | neutral | feminin | Plural (alle) | |---|---|---|---|---| | Nominativ | jeder Tag | jedes Jahr | jede Woche | alle Tage | | Akkusativ | jeden Tag | jedes Jahr | jede Woche | alle Tage | | Dativ | jedem Tag | jedem Jahr | jeder Woche | allen Tagen | | Genitiv | jedes Tages | jedes Jahres | jeder Woche | aller Tage |

Zeitangaben ohne Präposition stehen oft im Akkusativ: *jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr*. Mit Präposition gilt der Kasus der Präposition: *an jedem Tag, in jeder Woche*.

derselbe, dieselbe, dasselbe (kurz)

*derselbe* bedeutet „genau der gleiche, kein anderer“. Man schreibt es zusammen, und beide Teile werden dekliniert: der Artikel wie *der*, der Teil *-selbe* wie ein Adjektiv nach *der*.

| Kasus | maskulin | neutral | feminin | Plural | |---|---|---|---|---| | Nominativ | derselbe | dasselbe | dieselbe | dieselben | | Akkusativ | denselben | dasselbe | dieselbe | dieselben | | Dativ | demselben | demselben | derselben | denselben | | Genitiv | desselben | desselben | derselben | derselben |

Beispiele: *Wir gehen in dieselbe Klasse.* *Er trägt jeden Tag denselben Pullover.* *Goethe und Schiller lebten zur selben Zeit in Weimar.* Nach *am, im, zum, zur* steht nur *selben*: *am selben Tag, im selben Haus*.

der-Wörter und Adjektive

Nach einem der-Wort bekommt das Adjektiv die schwachen Endungen, also meistens -e oder -en: *dieser berühmte Dichter, mit diesem neuen Buch, jedes kleine Kind, alle jungen Leute*.

Achtung: typische Fehler

| Falsch | Richtig | Warum? | |---|---|---| | *Dieser Buch ist gut.* | *Dieses Buch ist gut.* | *das Buch* ist neutral: -es | | *Jede Schüler muss lernen.* | *Jeder Schüler muss lernen.* / *Alle Schüler müssen lernen.* | *jeder* nur im Singular | | *Ich wohne in diese Stadt.* | *Ich wohne in dieser Stadt.* | *in* + Dativ (wo?) | | *Ich danke alle Lehrern.* | *Ich danke allen Lehrern.* | *danken* + Dativ Plural | | *Welche Fluss ist der längste?* | *Welcher Fluss ist der längste?* | *der Fluss* ist maskulin | | *am derselben Tag* | *am selben Tag* | *am* enthält schon den Artikel |

4. Artikelwörter als Pronomen

Ohne Nomen: das Artikelwort steht allein

Wenn das Nomen schon bekannt ist, muss man es nicht wiederholen. Dann steht das Artikelwort allein und wird zum Pronomen:

  • *Ist das dein Bleistift? – Ja, das ist meiner.* (meiner = mein Bleistift)
  • *Welcher Pullover gefällt dir? – Dieser hier.*
  • *Die Schüler sind schon da. Jeder hat sein Buch.*

So wird ein Text kürzer und eleganter, und man vermeidet Wiederholungen.

Possessivpronomen: meiner, meins, meine

Die Possessivpronomen haben fast dieselben Formen wie die Possessivartikel. Nur an drei Stellen gibt es einen Unterschied: im Nominativ maskulin und im Nominativ und Akkusativ neutral bekommt das Pronomen eine Endung.

| Kasus | maskulin (der Stift) | neutral (das Heft) | feminin (die Tasche) | Plural (die Bücher) | |---|---|---|---|---| | Nominativ | meiner | meins / meines | meine | meine | | Akkusativ | meinen | meins / meines | meine | meine | | Dativ | meinem | meinem | meiner | meinen |

Genauso: *deiner, deins, deine; seiner, seins, seine; ihrer, ihres, ihre; unserer, unseres, unsere; eurer, eures, eure; Ihrer, Ihres, Ihre*. Den Genitiv benutzt man als Pronomen fast nie.

Beispiele:

  • *Mein Handy ist leer. Kann ich deins benutzen?*
  • *Ich habe meinen Schlüssel vergessen. Hast du deinen?*
  • *Unsere Schule ist neu. Und eure? – Unsere ist alt.*
  • *Er spricht mit seinen Eltern, und ich spreche mit meinen.*
  • *Ist das Ihr Koffer, Herr Amrani? – Ja, das ist meiner.*
  • *Wem gehört das Wörterbuch? – Es ist ihres.*

dieser, jener, jeder, welcher, alle als Pronomen

Die der-Wörter haben als Pronomen genau dieselben Formen wie als Artikel:

  • *Hier sind zwei Romane. Welchen möchtest du lesen? – Diesen.*
  • *Welches Kleid nimmst du, dieses oder jenes?*
  • *Jeder kennt dieses Lied.* (jeder = jeder Mensch)
  • *Die Gäste sind gekommen. Ich habe allen die Hand gegeben.*
  • *Wir haben drei Aufgaben. Jede ist leicht.*

Wichtig ist der Unterschied zwischen alle und alles: *alle* bedeutet „alle Menschen“ oder „alle genannten Dinge“, *alles* bedeutet „jede Sache, das Ganze“: *Alle sind pünktlich.* *Er hat alles verstanden.*

In der Schriftsprache gibt es auch die Kurzform dies im Nominativ und Akkusativ neutral: *Dies ist mein Bruder.* In der Umgangssprache bedeutet welcher, welche, welches auch „einige“ oder „etwas“: *Ich brauche Brot. Hast du welches?*

der, die, das als Demonstrativpronomen

Im Gespräch benutzt man sehr oft *der, die, das* als Pronomen, betont und am Satzanfang: *Kennst du Herrn Berkani? – Ja, den kenne ich gut.* Im Nominativ, Akkusativ und Dativ sind die Formen wie beim Artikel, nur der Dativ Plural heißt denen.

| Kasus | maskulin | neutral | feminin | Plural | |---|---|---|---|---| | Nominativ | der | das | die | die | | Akkusativ | den | das | die | die | | Dativ | dem | dem | der | denen |

  • *Der Film? Den habe ich schon gesehen.*
  • *Die neuen Nachbarn? Mit denen spreche ich oft.*

derselbe als Pronomen

*Das ist dasselbe.* *Dein Pullover gefällt mir. Ich habe denselben.* *Die Fragen im Test? Der Lehrer stellt jedes Jahr dieselben.*

Achtung: typische Fehler

| Falsch | Richtig | Warum? | |---|---|---| | *Das ist nicht mein Buch, das ist dein.* | *... das ist deins.* | Pronomen neutral: -s | | *Ist das dein Stift? – Ja, das ist mein.* | *... das ist meiner.* | Pronomen maskulin: -er | | *Die Nachbarn? Mit den spreche ich.* | *Mit denen spreche ich.* | Dativ Plural: denen | | *Alles sind gekommen.* | *Alle sind gekommen.* | Menschen: *alle* |

5. Anwendung: Artikelwörter in Biografien

Warum ist dieses Thema für das Abitur wichtig?

In jeder Biografie spricht man über eine Person und ihre Familie, ihre Werke und ihre Heimatstadt. Deshalb findet man in Biografien besonders viele Possessivartikel und der-Wörter: *sein Vater, ihre Romane, in seiner Heimatstadt, in dieser Zeit, jedes Jahr*. Wer sie sicher benutzt, versteht den Text besser und schreibt selbst eine bessere Biografie.

Lesetext: Wolfgang Amadeus Mozart und seine Familie

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Sein Vater Leopold war Geiger und Komponist am Hof des Erzbischofs. Er gab seinen beiden Kindern selbst Unterricht. Wolfgangs Schwester Maria Anna, genannt Nannerl, war fast fünf Jahre älter als ihr Bruder und spielte sehr gut Klavier.

Schon mit fünf Jahren komponierte der Junge seine ersten kleinen Stücke. Sein Vater erkannte das große Talent seines Sohnes und reiste mit seinen Kindern durch Europa, zum Beispiel nach München, Wien, Paris und London. In jeder Stadt spielten die Geschwister vor Königen und Fürsten, und alle Zuhörer bewunderten das „Wunderkind“.

Im Jahr 1781 zog Mozart nach Wien. Dort heiratete er 1782 Konstanze Weber. In dieser Stadt schrieb er viele seiner bekanntesten Werke, zum Beispiel die Opern „Die Hochzeit des Figaro“ und „Die Zauberflöte“. Trotz seines Erfolgs hatte er oft Geldprobleme. Sein letztes Werk, das Requiem, konnte er nicht mehr beenden. Mozart starb am 5. Dezember 1791 in Wien; er war erst 35 Jahre alt.

Seine Musik lebt bis heute weiter. Jedes Jahr kommen viele Besucher nach Salzburg, um sein Geburtshaus zu sehen.

Wörterliste (Deutsch – Französisch): der Hof – la cour; der Erzbischof – l'archevêque; die Geschwister – frères et sœurs; das Wunderkind – l'enfant prodige; bewundern – admirer; das Geburtshaus – la maison natale.

Aufgaben

  • **Fragen zum Text.** a) Wer war Leopold Mozart? b) Mit wem reiste Leopold durch Europa? c) Wo schrieb Mozart viele seiner bekanntesten Werke?
  • **Richtig oder falsch? Begründen Sie Ihre Antwort mit einem Zitat aus dem Text.** a) Nannerl war jünger als ihr Bruder. b) Mozart konnte sein Requiem nicht beenden.
  • **Bestimmen Sie den Kasus:** *seinen beiden Kindern, ihr Bruder, seines Sohnes, in dieser Stadt, alle Zuhörer, sein Geburtshaus*.
  • **Deklinieren Sie:** Wolfgang spielte mit sein__ Schwester vor d__ Kaiserin in Wien. Leopold erkannte d__ Talent sein__ Sohn__. In jed__ Stadt bewunderten all__ Zuhörer d__ beiden Kinder.

Lösung

  • a) Leopold Mozart war Geiger und Komponist am Hof des Erzbischofs in Salzburg. b) Er reiste mit seinen beiden Kindern, also mit Wolfgang und Nannerl. c) Er schrieb viele seiner bekanntesten Werke in Wien.
  • a) Falsch: „Nannerl … war fast fünf Jahre älter als ihr Bruder.“ b) Richtig: „Sein letztes Werk, das Requiem, konnte er nicht mehr beenden.“
  • *seinen beiden Kindern*: Dativ Plural (geben + Dativ); *ihr Bruder*: Nominativ (nach *älter als*); *seines Sohnes*: Genitiv; *in dieser Stadt*: Dativ (wo?); *alle Zuhörer*: Nominativ Plural (Subjekt); *sein Geburtshaus*: Akkusativ (Objekt von *sehen*).
  • Wolfgang spielte mit **seiner** Schwester vor **der** Kaiserin in Wien. Leopold erkannte **das** Talent **seines Sohnes**. In **jeder** Stadt bewunderten **alle** Zuhörer **die** beiden Kinder.

Bausteine für Ihre eigene Biografie

  • *Sein / Ihr Vater war …, seine / ihre Mutter …*
  • *Seine / Ihre Kindheit verbrachte er / sie in …*
  • *In seiner / ihrer Heimatstadt besuchte er / sie …*
  • *Nach dem Tod seines / ihres Vaters …*
  • *In dieser Zeit schrieb er / sie …*
  • *Sein / Ihr bekanntestes Werk ist …*
  • *Jedes Jahr erinnern sich viele Menschen an ihn / sie.*

Mustertext: eine Biografie mit «ihr»

Assia Djebar wurde 1936 in Cherchell geboren. Ihr Vater war Lehrer. Ihr erster Roman erschien im Jahr 1957. In ihren Romanen schrieb sie über das Leben der algerischen Frauen. Für ihr Werk erhielt sie im Jahr 2000 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, und 2005 wurde sie Mitglied der Académie française. Sie starb 2015 in Paris. Ihre Bücher liest man bis heute in vielen Ländern.

Achtung: Bei einer Frau heißt es in der ganzen Biografie *ihr, ihre, ihrem, ihrer*, auch vor maskulinen Nomen: *ihr Vater, ihr erster Roman*.

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